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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

15. Dezember 2017 | 19:05 Uhr

Sternberg : Mildes Wetter hilft dem Arbeitsmarkt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Auf dem Bau und im Handwerk gibt es bislang nur vereinzelt jahreszeitlich bedingte Entlassungen. Die Agentur für Arbeit verzeichnet übers Jahr eine konstante Größe bei den Stellenangeboten.

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 18:08 Uhr

Die milde Witterung wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Im Gegensatz zu Jahren mit zeitigem Schnee und Frost gab es Ende 2013 bislang nur vereinzelt jahreszeitlich bedingte Entlassungen auf dem Bau und im Handwerk. Bei der Agentur für Arbeit stieg die Zahl der Erwerbslosen im Bereich der Geschäftsstelle Sternberg im so genannten Rechtskreis III von November zu Dezember um 17 auf 222, im Jobcenter (SGB II) von 18 auf 605. Demnach waren Ende Dezember in der Region 827 Frauen und Männer ohne Job, 35 mehr als im Monat zuvor. Somit erreichte die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen 12,9 Prozent. Sie liegt damit allerdings trotz des positiven Witterungsverlaufs über der im Vorjahresmonat (12,2 Prozent). 132 Personen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, das
waren 47 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 98 Frauen und Männer ihre Erwerbslosigkeit(–47).

Das gesamte Jahr betrachtet könne indes „von einem sehr stabilen Arbeitsmarkt“ gesprochen werden, sagt Cornelia Behnisch, Teamleiterin für die Geschäftsstellen Parchim, Lübz und Sternberg. Die Nachfrage nach Arbeitnehmern sei weitgehend konstant geblieben. Es habe weder größere Betriebserweiterungen noch Neuansiedlungen von Firmen gegeben. „Die Anzahl der Stellenangebote im Vergleich zu 2012 war stabil“, so Behnisch. „Vor allem wurden Mitarbeiter im Gesundheitswesen und in der Landwirtschaft gesucht. Insgesamt ist zu verzeichnen, dass die Firmen ihr Personal langfristiger halten.“

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Dezember um zwei auf 39 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es jedoch zwölf Angebote mehr. Die Firmen meldeten im Dezember 15 neue Jobangebote, fünf mehr als vor einem Jahr. Seit Januar waren es insgesamt 204, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von neun. Aktuell gesucht werden medizinisches Fachpersonal, Servicekräfte im Hotel- und Gaststättenwesen, Kaufmann für Bürokommunikation, Ingenieure oder
Betriebsleiter in der Landwirtschaft, Metallbaumeister und Konstruktionsingenieur, Dachdecker und Maler.

Bei einem Wintereinbruch rechne die Arbeitsagentur mit kurzfristigen Entlassungen, sagt die Teamleiterin unumwunden. Im Februar 2013 war die Erwerbslosenzahl noch einmal angestiegen, nachdem sich erst Mitte des Vormonats winterliches Wetter eingestellt hatte.

Auch im neuen Jahr stehen „ausreichend Mittel für arbeitsmarktpolitische Instrumente zur Verfügung“, erklärt Behnisch. Sie sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber unterstützen, Defizite auszugleichen oder dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Das ist die Herausforderung der kommenden Jahre und somit auch für 2014“, so Behnisch. Die Arbeitsagentur könne auch künftig „nach Eignung, Neigung und Mobilität umschulen“, um dem zunehmenden Mangel an Fachkräften zu begegnen. Dabei gebe es jedoch „rechtliche Voraussetzungen“, die zu erfüllen seien.

Ähnlich stellt sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Geschäftsstellenbezirk Wismar dar. Die Zahl der Erwerbslosen ist von November zu Dezember um 163 auf 5112 gestiegen. Das waren praktisch genauso viele wie vor einem Jahr (+18). Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 12,3 Prozent. Sie lag damit um ein Zehntel über der des Vorjahresmonats (12,2 Prozent). Dabei meldeten sich 839 Personen neu oder erneut arbeitslos, 119 weniger als vor Jahresfrist. Gleichzeitig beendeten 678 Personen ihre Arbeitslosigkeit(–157). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 10 631 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 523 im Vergleich zum Vorjahr. Dem stehen 10 619 Abmeldungen aus der Erwerbslosigkeit gegenüber, allerdings auch ein Minus von 1280.

Der Bestand an verfügbaren Arbeitsstellen ging im Dezember um 44 auf 605 zurück. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 139 Arbeitsstellen mehr. Die Betriebe meldeten im Dezember 179 neue Jobangebote, 38 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen bei der Agentur 2626 Arbeitsstellen ein, im Vergleich zum Vorjahr ist das ein
Zuwachs von 408.


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