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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. Dezember 2017 | 03:37 Uhr

Witzin : „Meine Kinder haben vier Beine“

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Mustinerin Wilma Völpel kümmert sich seit drei Jahren im Gut Witzin um die Kälbchen.

Mit großen dunkelblauen Augen schaut das Kälbchen seine Pflegerin Wilma Völpel an. Gerade hat es seine Milchportion bekommen und fasst nun ein paar Streicheleinheiten auf der Stirn ab. Seit drei Jahren betreut die Mustinerin die jüngsten Vierbeiner in den Ställen von Gut Witzin des Wamckower Güterverbandes. „Diese vier Kälber habe ich gerade hierher in diese Laufbox gebracht. Zwei Mal am Tag muss ich sie antränken am Milchtränkautomat, damit sie es lernen, selber daran zu gehen“, erzählt die 60-Jährige.

Aufgewachsen ist sie in Ruchow, hat in Gustävel den Beruf des Agrotechnikers erlernt und ist 1974 wieder in ihren Geburtsort Mustin zurückgezogen mit ihrer Familie. „Von 1980 bis 2012 arbeitete ich im Schweinestall in Ruchow. Der Betrieb löste sich auf und hier wurde eine Stallkraft gesucht“, erzählt sie. Manchmal ist es nicht so einfach mit den kleinen Rindviechern, die legen auch mal den Rückwärtsgang ein, fügt sie an.

Morgens um 7 Uhr beginnt die Kälberfrau ihre Arbeit, die bis 11 Uhr geht. Um sechs Uhr früh steht sie auf und ist 45 Minuten später im Stall. Der Teildienst geht dann noch einmal am frühen Abend weiter von 18 bis 20 Uhr. Ihr erster Weg führt sie – wenn Kälberzeit ist – zu den jüngsten Kälbern in den Iglus. „Die ersten Lebensstunden bleibt das Kalb beim Muttertier im offenen Laufstall, wo es auch geboren wird, und hat oft schon Biestmilch aufgenommen. Wenn nicht, bekommt es innerhalb von zwei Stunden die abgemolkene Biestmilch. Ist das Kalb trocken, bringen wir es in einen Iglu. Hier beginnt die Kennenlernphase zwischen Mensch und Tier. Später im Laufstall kennen mich die Tiere schon“, erzählt sie und streichelt ein Kälbchen, das aus dem Iglu neugierig ans Gitter kommt, während andere sich ins Stroh gekuschelt haben.

Aus einem Nuckeleimer können sich die Kälber ihre Milch holen, so wie sie Hunger haben.  

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.

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