Landtagswahl 2016 : Mehr für Alleinerziehende tun

Bei der Übergabe von Förderbescheiden für den Breitbandausbau statteten Landrätin Kerstin Weiss, Martina Tegtmeier und Minister Christian Pegel (vorn, v.l.) der Brüsewitzer Firma LTA-Anlagentechnik einen Besuch ab.
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Bei der Übergabe von Förderbescheiden für den Breitbandausbau statteten Landrätin Kerstin Weiss, Martina Tegtmeier und Minister Christian Pegel (vorn, v.l.) der Brüsewitzer Firma LTA-Anlagentechnik einen Besuch ab.

Martina Tegtmeier ist eine von acht Direktkandidaten im Wahlkreis 28 und will für die SPD wieder in den Landtag einziehen.

svz.de von
21. August 2016, 21:16 Uhr

Am 4. September sind Landtagswahlen. Im Wahlkreis 28 Nordwestmecklenburg II, der die Gemeinde Insel Poel sowie die Ämter Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, Gadebusch, Lützow-Lübstorf, Neuburg und Neukloster-Warin umfasst, wollen acht Direktkandidaten die meisten Stimmen erringen und so direkt in den neuen Landtag einziehen (siehe nebenstehende Liste).

SVZ stellt sie vor – heute Martina Tegtmeier, die für die SPD wieder in den Landtag einziehen will.

Zweimal hintereinander hatte die SPD-Politikerin den direkten Einzug in den Schweriner Landtag geschafft, zuletzt mit 39,1 Prozent der Erststimmen – mehr als ihre Partei an Zweitstimmen erzielte (35,6). Damit können die aktuellen Umfragen nicht mithalten: Demgemäß könnte die SPD am Wahlsonntag auf 26 Prozent kommen – „obwohl eine deutliche Mehrheit mit unserer Arbeit zufrieden und Erwin Sellering als Ministerpräsident äußerst beliebt ist“.

Kummer bereitet der Sozialdemokratin vor allem die AfD. „Das ist eine frauenfeindliche Partei.“ Deshalb empfiehlt Martina Tegtmeier allen Wählern, das populistische AfD-Programm aufmerksam zu studieren. „Ich dagegen zeige deutlich alternative Positionen auf.“

Martina Tegtmeier wurde am 20. April 1958 in Hille (Ostwestfalen) geboren. Sie lebt bei Gadebusch im Draguner Ortsteil Drieberg, ist verwitwet und hat drei erwachsene Kinder. Als Kauffrau bewarb sie sich 1993 bei der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunikation (SGK). „Dort begann ich, mich für Politik zu interessieren.“ Seit 2010 ist sie SGK-Landesgeschäftsführerin. 1994 trat sie in die SPD ein, wurde in Dragun sogleich für zehn Jahre Gemeindevertreterin und leitet den SPD-Ortsverein. Seit 1999 gehört sie dem Kreistag von Nordwestmecklenburg an. 2014 wurde sie Vorsitzende des SPD-Kreisverbands Nordwestmecklenburg-Wismar. Sie ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt und führt eine Außenstelle im Weißen Ring, der sich um die Opfer von Straftaten kümmert. Im Landtag leitet sie den Sozialausschuss, ist stellvertretende Vorsitzende ihrer Fraktion und Sprecherin für Gleichstellung und Arbeitsmarktpolitik.

„Wir müssen Alleinerziehende und junge Eltern noch gezielter in den Arbeitsmarkt integrieren“, lautet eine zentrale Forderung von Martina Tegtmeier. Hierzu will sie nach der Landtagswahl auf Unternehmen zugehen, damit dort mehr Modelle entwickelt werden, um Arbeit und Familie unter einen Hut zu bekommen. „Dabei sind gute Löhne eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft.“ Obwohl sich der Arbeitsmarkt gut entwickle, „muss sich für noch mehr Menschen die Möglichkeit zu bezahlter Arbeit eröffnen“, fordert Tegtmeier. Deshalb setze sie sich in der SPD vehement dafür ein, für die Unternehmen gute Rahmenbedingungen zu schaffen. „Dazu gehört aktuell die massive Investition in den Breitbandausbau.“ 




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