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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 06:56 Uhr

Sternberg : Marktplatz als Falle für Autofahrer

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Baustelle zur Erneuerung der Erdgasleitung in Sternberg zog weiter. Aus der Innenstadt kommt man nur über Schleich- oder Umwege.

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 17:29 Uhr

Wer sich in der Altstadt auskennt, findet mit dem Auto über Schleichwege leicht hinaus. Einmal über Schul- und Ritterstraße sowie Kleine Belower Furt zum Mecklenburgring oder über Kütiner und Zinngießerstraße, dann entweder über Fischerstraße bzw. Kleiner Spiegelberg und Bahnhofstraße. Wobei in der ersten Variante die Ritterstraße eine verkehrsberuhigte Zone ist.

Für Auswärtige, die nur selten mit dem Pkw nach Sternberg kommen oder gar als Besucher das erste Mal hier sind, konnte der Marktplatz seit Dienstag allerdings zur Falle werden. Denn die Baustelle in der Luckower Straße, in der auf 260 Metern die Erdgasleitung erneuert wird, hat sich verlagert – der zweite Abschnitt zwischen Belower Furt und Markt ist an der Reihe, so dass die Einbahnstraßenregelung nun bis dort gilt – übrigens ohne Ankündigung. Vom Mecklenburgring geht es zwar zum Markt, aber nicht wieder zurück.


Auf einmal am anderen Ende der Stadt


Nach gestriger Anfrage von SVZ wollte die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim prüfen, ob für Ortsunkundige nicht doch eine Umleitung vom Markt über die Kütiner Straße zum Mecklenburgring ausgeschildert werden sollte. Von dort, wo die Luckower Straße beginnt und die Einfahrt untersagt ist.

Bei einer Begehung vor Baubeginn sei eine solche Ausschilderung nicht als notwendig angesehen worden, sagt André Meier von der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises. „Eigentlich geben die Straßen in Sternberg von allein her, wie man fahren muss.“ Bislang gab es auch keine Probleme. Vor der Baustelle rechts abbiegen und dann ist gut, so salopp die erste Auskunft der Behörde. Tatsächlich ging es vom Markt zunächst auf gleichem Wege zurück und dann über die Kleine Belower Furt auf die Bundesstraße. Wie aber einem Autofahrer zumute sein kann, der sich nicht auskennt, in die Kütiner Straße einbiegt und auf einmal am anderen Ende der Stadt landet, sei nicht bedacht worden.

Doch die Straßenverkehrsbehörde reagierte prompt. Noch gestern ging an die Absperrfirma der Auftrag, kurzfristig eine Umleitung über Kütiner Straße, Bei der Kornmühle, Vor dem Pastiner Tor und Güstrower Chaussee auszuschildern.

Die Einschränkungen für den Straßenverkehr sind bis zum 15. November genehmigt, so André Meier. Wahrscheinlich mache sich in der Zeit auch eine Vollsperrung der Luckower Straße notwendig, jedoch nur für zwei, drei Tage. Ob es dazu kommt und wann, werde vom Baubetrieb, der Sternberger Firma Sandmann, bestimmt.

KOMMENTAR von Rüdiger Rump

Allein gelassen
Als der erste Leitungsabschnitt verlegt wurde, gab es keine Probleme für den Straßenverkehr. Die Einschränkungen, übrigens auch für  Fußgänger und Anwohner, hielten sich in Grenzen. Doch mit dem zweiten Bauabschnitt veränderte sich die Verkehrssituation gravierend. Und die wurde nicht mal angekündigt. Sternberger  kommen   damit zurecht, doch Ortsunkundige mit Pkw fühlten sich allein gelassen. Ihnen wurde der Weg  in die Innenstadt gewiesen, aber nicht wieder hinaus. Das war alles andere als besucherfreundlich. Gut, dass ein kleiner Anstoß reichte.

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