Langen Jarchow : Mann verstirbt bei tragischem Wohnungsbrand

<p>Im Obergeschoss dieses Hauses in der Feldstraße von Langen Jarchow lag der Brandherd. </p>
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Im Obergeschoss dieses Hauses in der Feldstraße von Langen Jarchow lag der Brandherd.

Bei einem Wohnungsbrand in Langen Jarchow ist ein Mann ums Leben gekommen. Dass nicht noch mehr passierte ist einem morgendlichen Spaziergänger zu verdanken.

svz.de von
12. Juni 2016, 15:45 Uhr

Einen Wohnungsbrand mit tragischem Ausgang gab es gestern Morgen in der Feldstraße von Langen Jarchow. Dass nicht noch mehr passierte, ist laut Dieter Blenn, der im Nachbarhaus wohnt, „einem morgendlichen Spaziergänger aus dem Ort zu verdanken, der zur der Zeit oft mit dem Hund unterwegs ist. Der sah den Rauch, schlug Alarm und machte zwei Bewohner nebenan wach, so dass die sich rechtzeitig  in Sicherheit bringen konnten.“

 Diese wohnen im anderen Eingang des Doppelhauses. Für dieses und weitere zwei Häuser ist Benn laut eigenen Angaben als Hauswart im Auftrag eines Hamburgers tätig, dem die Immobilien gehören.

Gestern gegen 12 Uhr wartete der Langen Jarchower darauf, dass die Kripo sowie der Brandsachverständige, die um die Zeit noch in der total verrußten Haushälfte auf der Suche nach der Brandursache waren, das Haus  freigeben. Dann wollte Benn sofort mit einem Dachdecker das Loch im Dach auf der Rückseite schließen. Die Feuerwehr musste „alles aufmachen, auch das Dach“, so Horst Rausch.

 Der Leiter der Wehr Zahrensdorf-Langen Jarchow –  und selbst in Langen Jarchow wohnend – kannte den Toten. „Der Mann wohnte schon ein paar Jahre hier“, so Rausch. „Die Tür mussten wir gewaltsam öffnen, da sie abgeschlossen war. Mit einem Schnellangriff ging es  in die Wohnung, die voller Qualm war. Ein offenes Feuer gab es nicht“, so der Wehrführer gegenüber SVZ.

 Rauschs Kameraden konnten nichts mehr machen, „der Tote lag auf der Couch im Obergeschoss. Es war für sie kein schöner Anblick. Aber auch das passiert eben, wenn man bei der Feuerwehr ist, auch da ist man gefragt“, sagt Rausch. Neben seiner Wehr wurden gestern gegen 8.40 Uhr auch die aus Brüel und Sternberg alarmiert. Insgesamt waren 39 Kameraden mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. Zur Dachöffnung wurde  u.a. die Sternberger Drehleiter benötigt. Der erste Einsatz dauerte bis gegen zehn Uhr, die Brüeler und Sternberger fuhren zurück, während Horst Rausch  mit drei weiteren Männern Brandwache hielt.

Plötzlich sah Dieter Blenn „weißen Rauch aus dem Dach steigen. ,Das kann doch nicht normal sein‘, sagte ich zu Horst Rausch.“ In der Tat war die Dämmung heiß, es gab offensichtlich noch Glutnester. Also gingen in  Brüel und Sternberg gegen 10.20 Uhr erneut die Sirenen.

Die genaue Brandursache wird noch ermittelt. Allerdings entdeckten die Feuerwehrleute, dass es keine Brandmelder gab. „Es sind aber definitiv mal welche eingebaut worden“, so Hauswart Dieter Blenn  gegenüber SVZ. Laut Polizei ist    die aufgefundene Person „mit hoher Wahrscheinlichkeit der Mieter der Wohnung“. Eine exakte Identifizierung sei aber nur durch eine Obduktion möglich, die laut eines Sprechers des Polizeipräsidiums Rostock „erst in der nächsten Woche erfolgen wird“.erge

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