Kripo meldet Widersprüche : Mann in Dabel wirklich zusammengeschlagen?

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Ein 55-Jähriger soll gestern von vier Männern massiv geschlagen worden sein. Doch die Kriminalpolizei hegt inzwischen Zweifel am Tathergang.

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28. Januar 2016, 14:56 Uhr

Ein schwer verletzter 55-jähriger Mann, der mittwochfrüh mit Knochenbrüchen und Abschürfungen in ein Krankenhaus kam, soll nach eigenen Angaben zuvor von vier etwa Anfang 20 Jahre alten Männern massiv geschlagen worden sein.

Ob sich das wirklich so zugetragen hat, darüber hegt die ermittelnde Kriminalpolizei inzwischen Zweifel, wie der zuständige Polizeisprecher Klaus Wiechmann gestern gegen 14 Uhr „ganz taufrisch“ gegenüber SVZ erklärte. „Es haben sich Widersprüche aufgetan; es gebe Hinweise, dass alles auch anders stattgefunden haben könnte und die Verletzungen am Rande eines Trinkgelages entstanden sein können.“

Die Kripo konnte am Mittwoch und  gestern „Zeugen ermitteln“.  Offen sei laut Wiechmann, ob dem 55-Jähigen die Verletzungen „zugefügt wurden oder er sie sich selbst zugefügt hat in seinem Zustand“. Der stark Alkoholisierte (2,60 Promille Atemalkoholwert) erlitt Brüche an beiden Armen. 

Laut seinen Angaben sei er am Dienstagabend beim Spaziergang am Roten Strumpf in Dabel  von einem Quartett, das aus einem hellen Pkw stieg,  grundlos angegriffen worden. Anschließend sollen ihn die jungen Männer auf einer angrenzenden Weide zurückgelassen haben. Der 55-Jährige schleppte sich nach eigener Aussage zur Straße zurück, wo ihn am Mittwochmorgen ein Bekannter entdeckte. Dieser rief laut Polizei den Rettungswagen. Zum Motiv befragt, konnte der 55-Jährige bislang keine Angaben machen, die Angreifer kenne er nicht. 

„Die Ermittlungen“, so Wiechmann, „sind noch nicht abgeschlossen.“

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