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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

12. Dezember 2017 | 19:18 Uhr

Weberin : Malen mit Spachtel und Bügeleisen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

In ihrer neuen Ausstellung im Weberiner „Naschwerk“ zeigt Anett Schadowski Acrylbilder, die viel Raum für eigene Interpretation lassen.

von
erstellt am 02.Apr.2014 | 17:10 Uhr

Experimentelles sei ihr das Liebste, sagt Anett Schadowski. Im Weberiner „Naschwerk“ zeigt die Sonderschullehrerin aus Laboe mit Beginn der neuen Café-Saison große Acrylbilder, auf Leinwand gearbeitet. Bilder von ihr gab es schon einmal im „Naschwerk“ zu sehen, „damals war es auch Acryl, aber deutlich gegenständlichere Malerei“, erinnert sie. Aber sie habe gemerkt, was ihre Richtung sei.

Auch die Farben stellt Schadowski selbst her, aus Farbpigmenten, Naturmaterialien und verschiedenen anderen Substanzen. Und so finden sich auf ihren Bildern Sand ebenso wie Asche, Kaffeesud oder grüner Tee und Ostseewasser. „Eigentlich alles, woraus man Farbe machen kann. Wobei ich auch mit dem Material experimentiere“, erklärt sie. Und es wundert nicht, dass sie auch beim Mischungsverhältnis vom Normalen abweicht und Mörser ebenso wie Küchenmaschine zum Einsatz kommen.

Auf der Leinwand legt Anett Schadowski dann viele dünne Farbschichten übereinander, lässt Dinge entstehen, gibt auch dem Zufall eine Chance, entscheidet, wie es weiter geht... Das kann acht bis zwölf Stunden dauern oder länger. Und trägt gegebenenfalls neue Schichten auf. Ihr Werkzeug ist mannigfaltig, beginnt bei den bloßen Händen, reicht über Spachtel, Flachpinsel bis hin zu Ritzwerkzeug oder Bügeleisen. Aus jedem Schritt ergibt sich der nächste. Sie lerne, wie sich Farbe verhält, wie Flächen aufbrechen, sagt Anett Schadowski.

Ihre Bilder laden zum intensiven Hinschauen ein und wer sich darauf einlässt, erkennt auf ihnen auch Schrift als Element; lesbar, versetzt, verwischt, hingekritzelt. Sie schreibt spiegelverkehrt oder richtungsfalsch.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.


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