Reinstorf : Märchenspiel und Kunsthandwerk

Das Märchenspiel vom Fischer und seiner Frau auf der kleinen Bühne zur Scheunenweihnacht.
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Das Märchenspiel vom Fischer und seiner Frau auf der kleinen Bühne zur Scheunenweihnacht.

Die dritte Scheunenweihnacht auf dem Reinstorfer Storchenhof lockte zahlreiche Besucher.

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16. Dezember 2014, 20:03 Uhr

Zur dritten Scheunenweihnacht auf den Storchenhof hatten Dr. Reingard und Uwe Sauer eingeladen. In diesem Jahr hatten sie sich etwas Besonderes einfallen lassen: Das Märchen vom Fischer und seiner Frau. Tochter Svea Sumflath, ihr Mann Tobias Lamm und die Kinder Lucie, Marla und Eddie aus Stein bei Kiel zeigten zwei Aufführungen auf der kleinen Bühne in der Scheune. „Wir hatten uns mit den Kindern ausgedacht, welches Märchen wir aufführen wollen. Zwei Monate haben wir geübt bis alles saß. Für uns alle war es das erste Mal, dass wir auf der Bühne stehen. Die Scheunenweihnacht besuchen wir zum zweiten Mal“, erzählte Svea Sumflath. Sie verkörperte im Märchenspiel die Frau des Fischers. Die sechsjährige Lucie war die Erzählerin und saß auf einem großen Stuhl. Ihr Vater, Tobias Lamm, knisterte und machte Wellenbewegung mit einer langen Kunststoffplane und erzählte wenn das Meer grau und tosend war. Der siebenjährige Eddie spielte den Butt in der See und die sechsjährige Marla war der arme Fischer. Kinder und Eltern hatten Requisiten selber gebastelt.

Ein bisschen Lampenfieber war vorher dabei, aber der Beifall verriet, dass die Aufführung und das gemeinsam gesungene Lied „Alle Jahre wieder“ gut ankamen.

Beim Drechsler Ulf Rönnfeldt verweilten sie, sahen ihm an der transportablen Drechselbank zu und nahmen einen Fingerkreisel aus bunt bemaltem Holz mit. Der Neuklosteraner verwendet heimische und exotische Hölzer für seine Arbeiten und hatte zum zweiten Mal seinen Schaudrechselstand zum Markt aufgestellt. Die dunkle Maserung auf einer Rundvase, die aussah als wäre sie aus Keramik, wies Spuren von Baumpilzen auf. Die Spuren entstehen, wenn dem Pilz die Feuchtigkeit entzogen wird und er abstirbt. Wie bei einer Baumfällung, erklärte er Ingrid Westphal. Sie hatte gemeinsam mit Hannelore Bleck, Marion Behrens und Monika Willamowski einen Stand mit Handarbeiten rund um die Nadel aufgestellt.

„Hier zum Adventsmarkt sind wir zum zweiten Mal mit der Keramik von Astrid Westphal dabei. Das Töpfern hatte sie vor einigen Jahren für sich als Hobby entdeckt“, erzählte Detlef Westphal der mit Tochter Maria den Stand betreute. Keramikerin Solveig Binder aus Triwalk half beim Waffelbackstand aus und bot weihnachtliches aus ihrem Keramikatelier an wie Weihnachtsmänner und Anhänger für den Baum.

Im Hofladen, wo die Besucher in der Schlange anstanden, hatte Gastgeberin Reingard Sauer alle Hände voll zu tun. „Wir haben uns auch eine Weihnachtsente mitgenommen. Ich bin das erste Mal mit meiner Tochter Jette hier. Wir sind angenehm überrascht. Es gefällt uns hier. Das Märchenspiel haben wir gesehen und nun möchte Jette zum Ponyreiten“, erzählte Peggy Lehmann aus Hasenwinkel. Drei Ponys, die zum Hof gehören, trugen den Sack mit Naschereien für die Kinder und wurden vom Weihnachtsmann und seinen zwei Wichteln geführt.

„Die Tradition zu einem vorweihnachtlichen Markt gab es schön früher. Zu DDR Zeiten war es eingeschlafen, weil es keine eigenständigen Bauern mehr gab. So kam uns die Idee, dieses Beisammensein bei Essen, Trinken und Handwerksarbeiten, wieder aufleben zu lassen“, erzählte Landwirt Uwe Sauer. Die Familie öffnet ihren Hof nur zu besonderen Anlässen, wie das Treckertreffen zweimal im Jahr unter Leitung von Björn Sauer. Der Hofladen ist offen. Ansonsten grasen Galloway- und Angusrinder auf den Wiesen des privaten Gehöfts an der B 192.
 


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