Kobrow : Märchenhafte Frauen in Kobrow

Märchenaufführung  bei der Weihnachtsfeier in Kobrow: Nicole Knöchelmann spielt das Rotkäppchen, Hella Stein den Wolf.
Märchenaufführung bei der Weihnachtsfeier in Kobrow: Nicole Knöchelmann spielt das Rotkäppchen, Hella Stein den Wolf.

Laienschauspielerinnen bringen jedes Jahr ein neues Stück auf die Bühne.

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10. Dezember 2018, 10:26 Uhr

Spaß für Jung und Alt bei der Aufführung von „Rotkäppchen“ am Sonnabend beim Weihnachtsfest in Kobrow: Frauen aus der Gemeinde schlüpfen in die Gestalten vom Mädchen mit dem roten Käppchen, seiner Großmutter, dem bösen Wolf und weiteren Märchenfiguren. Sie spielen im Museumscafè das bekannte Märchen, erweitern den alten Stoff um aktuelle Bezüge auch aus dem Leben in ihrer Gemeinde und bringen immer wieder ihr Publikum zum Lachen.

Jedes Jahr zu Weihnachten gibt es ein Stück. Vor zehn Jahren haben die Frauen damit angefangen, erzählt Nicole Knöchelmann. Das kam so gut an, dass es seitdem alljährlich wiederholt wird. Wobei die Frauen immer wieder bis zum Beginn der Aufführung geheimhalten, welches Märchen auf die Bühne kommt.

Seit Ende Oktober treffen sich Nicole Knöchelmann, Grit Wahls-Wilk, Hella Stein, Daniela Kelch, Sylvia Bosse und Ines Bublitz jeden Sonntag zu den Proben. „Wir sind alle Laienschauspieler“, sagt Nicole Knöchelmann. Für einige der Frauen sei es jedes Jahr wieder eine ganz große Überwindung, auf die Bühne zu gehen. Unterstützung kommt von Ehemännern. Für die Kostüme schaut jede Frau zunächst, was sie selbst oder Oma und Opa im Schrank haben.

Bei den Proben zu dem Stück gibt es keinen Regisseur. Jede Akteurin schaue auf jede, jede bringe ihre Ideen ein, berichtet Nicole Knöchelmann.

Ebenfalls Tradition in Kobrow: Kein Märchen wird doppelt gespielt. Und bisher haben die Frauen nur Märchen der Gebrüder Grimm ausgewählt, die schließlich jeder kenne.

Die Aufführung ist die Krönung einer gelungenen Weihnachtsfeier für die Gemeinde Kobrow. Bürgermeister Olaf Schröder und Ulf-Peter Wacks, der Vorsitzende des Dorfvereins „Wir für uns“, freuen sich über die große Resonanz. Zwischen 80 und 90 Menschen sind zu der Feier gekommen – und das bei einer Gemeinde mit rund 400 Einwohnern.

Schon seit einigen Jahren trennen die Kobrower nicht mehr in eine Kinder- und in eine Rentnerveranstaltung. Sie machen eine Feier für alle – vom Kleinkind bis zum Senior. In den vergangenen Jahren fand sie im Feuerwehrgerätehaus statt. Doch das ist mittlerweile zu eng. So feiert man am neuen Ort im Café beim Kutschenmuseum. Erstmals übernimmt in diesem Jahr der Dorfverein die Regie bei der Organisation, die Gemeinde beteiligt sich. Da nicht alle mit dem Auto anreisen können, wird ein Shuttledienst organisiert und auch gut angenommen. Zwischen Kobrow I und Kobrow II übernimmt das die Feuerwehr. Von Wamckow aus organisiert das dortige Gut die Beförderung.

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