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aus der Zeit der alten Slawen und der Wikinger : Märchenfee zwischen Pfahlbauten

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Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Im Archäologischen Freilichtmuseum in Groß Raden hat sich mit der Neu-Dablerin Petra Schmidt eine Erzählerin angesiedelt.

Besonders die jüngeren Besucher dürfte das interessieren. Eine Märchentante hat sich im Groß Radener Archäologischen Freilichtmuseum in einem der Pfahlbauten bzw. der altslawischen Holzhäuser eingemietet. Sie kann man jetzt des öfteren bei Veranstaltungen erleben.

Und diese Märchengestalt hat einen weiten Weg hinter sich gebracht. Denn sie kommt aus Wresendorf in Nordrhein-Westfalen. Es ist Petra Schmidt, eine Wikingerfrau. Die 72-Jährige war schon des öfteren hier in Groß Raden und hat mit ihrem Mann schon viele Wikingerfeste mitgestaltet.


Auch Geschichten von den Slawen zu hören


Beim jüngsten Aktionstag im Museum konnte man die agile Märchenfrau jetzt in ihrer historischen Wikingerkleidung erstmals bei ihrer neuen Mission antreffen: beim Vorlesen und Erzählen von alten und bekannten Märchen. Doch zu ihrem Repertoire gehören auch Märchen und Geschichten aus der Zeit der alten Slawen und der Wikinger. Was für die Besucher besonders interessant ist.

In einer der Holzhütten hatte die Märchenfrau ein kleines, wärmendes Feuer entzündet, um das sich in Windeseile viele Kinder aller Altersklassen geschart hatten. Und dann ging es los…

Doch Petra Schmidt ist nicht nur regelmäßig zu Besuch in Groß Raden. Denn seit dem 15. Dezember vergangenen Jahres hat sie ihre persönlichen Zelte im benachbarten Dabel aufgeschlagen. Im dortigen Herrenweg kaufte sie sich ein kleines Häuschen.

Und das aus gutem Grund. Denn durch ein tragisches Unglück verlor sie ihren Mann. Nun hielt sie nichts mehr in ihrem alten Zuhause. So ging Petra Schmidt auf Wohnungssuche, unter anderem in Dabel. Nach einigen Anläufen wurde sie fündig. So stand einem raschen Umzug nichts mehr im Wege. Am 15. Dezember, kurz vor Weihnachten, ging es mit dem Möbelwagen Richtung Mecklenburg. Inzwischen hat sie sich in Dabel gut eingelebt. Auch mit den dortigen Menschen pflegt sie ein gutes Einvernehmen. „Mir hat es hier in Mecklenburg schon immer gut gefallen“, schwärmt sie, „so dass mir der Umzug nicht schwer fiel.“

Und ihre Berufung als Märchentante hat sie inzwischen auch gefunden. Jetzt kann sie gemeinsam mit Kräuterhexe Edelgard Gruhne aus Laage das Slawen-Territorium unsicher machen und herumgeistern. Die Besucher und vor allem die Kinder freut’s! Ja, es war einmal… 

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erstellt am 19.Mai.2017 | 23:00 Uhr

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