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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 01:22 Uhr

Jesendorf/Bibow : Lustiges Programm und feurige Mahlzeit

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Zur Frauentagsfeier in Jesendorf kochten wieder Männer – diesmal Chili con Carne. Erstmals war es eine gemeinsame Veranstaltung mit der Gemeinde Bibow.

von
erstellt am 13.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Es ist wohl doch ein bisschen zu viel Paprika geworden, meinte Arne Jöhnk. Er habe eine halbe Dose von dem scharfen roten Pulver in den großen Topf gegeben und erst beim Abschmecken festgestellt, wie das Gewürz wirkt. „Aber da war’s geschehen.“ Er habe Sahne dazugenommen, jedoch mit mäßigem Erfolg.

Der Jesendorfer Bürgermeister, Stellvertreter Daniel Bohl und Uwe August vom Gutshaus, der dort die große Küche zur Verfügung stellte, hatten wie in den Vorjahren für die Frauentagsfeier gekocht. Mit Gemeindevertreter Mario Rath gesellte sich diesmal ein Vierter dazu. Er koche zu Haus auch „ab und zu“. In der Männerrunde habe sich jeder eingebracht und „einer vom anderen was abgeguckt“, so Rath. „Es hat Spaß gemacht. Dass viele Köche den Brei verderben, kann ich nicht sagen.“

Acht Kilogramm frisches Rindfleisch, jeweils fünf Kilogramm Zwiebeln, Mais und Kidneybohnen sowie zehn Liter passierte Tomaten haben die Hobbyköche zu Chili con Carne verarbeitet und gut gewürzt. „Bei diesem Gericht muss bisschen Schärfe sein, das ist keine Tomatensuppe“, meinte Daniel Bohl. Er hatte gut reden, denn von ihm kam wie immer das Dessert, an diesem Sonnabend Honigquark mit Waldfrüchten und darüber Brösel von Kuchenteig. Das neutralisierte das Chili con Carne, von dem sich aber auch manche Frauen einen Nachschlag gönnten. Sehr lecker, wenn auch etwas scharf, um nicht zu sagen, feurig, waren sich Christine Dannehl und Ilona Diederichs einig.

Zuvor gab es ein lustiges Programm der Jesendorfer Laienspielgruppe. Beim Wellenreiten vermischten sich ständig vier Radiosender: Kochrezept für den Sonntagsbraten, Landfunk, Live-Übertragung vom Boxen und Tipps für junge Mütter. Bei der Tombola erhielt jeder im Raum ein Los und musste seinen Gewinn nennen. Raumheizer war ein Brikett, Gehacktes ein Stück Holz, Nähmaschine eine Nadel mit Faden, Candle Light Dinner eine Dose mit Erbseneintopf. Bei „Rotkäppchen und der krass böse Wolf“ spielten Freiwillige und die Laienspielgruppe saß im Publikum,
außer Beate Boldt, die Erzählerin. Zum Abschluss kam ein Pärchen zur Psychiaterin und bezahlte im Voraus für zehn Termine. Die Pointe: Beide verheiratet, aber nicht miteinander, brauchten einen Ort für ihr Liebesspiel. Hotels seien viel zu teuer, und für die Sitzungen bei der Psychiaterin zahle die Krankenkasse sogar noch dazu.

Die Jesendorfer Frauen feierten erstmals gemeinsam mit denen aus der Gemeinde Bibow. Da dort nur wenige Voranmeldungen vorlagen, sei mit dem Verein „Alte Schmiede“ kurzfristig dieser Entschluss gefasst worden, begründete Bürgermeister Dettlef Lukat. Einen Unterhalter für eine kleine Runde zu engagieren, lohne einfach nicht. „Das geht bei 280 Euro los – für 20 Minuten“, so Lukat. Durch die große Politik, wetterte er, würden die Budgets der Kommunen ohnehin immer enger.

In Jesendorf sorgte die Laienspielgruppe für ein unterhaltsames Programm und Freizeit-DJ Jonas Klaffki aus Büschow für die Musik. Der junge Mann studiert in Neubrandenburg Agrarökonomie und macht im Gut Wamckow eine duale Ausbildung zum Landwirt.

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