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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

23. November 2017 | 10:40 Uhr

Warin : Löcher in Holperpiste gestopft

vom

Der Weg zwischen Schweriner Straße und der Feriensiedlung in Warin ist gestern ausgebessert worden. Starkregen hatte der Holperpiste den Rest gegeben.

svz.de von
erstellt am 28.Aug.2012 | 12:04 Uhr

Warin | Der Auftrag wurde am Freitag erteilt, das Material noch am gleichen Tag bestellt und gestern früh angeliefert. Zur Mittagszeit waren die immer größer und tiefer gewordenen Schlaglöcher in dem Weg zwischen Schweriner Straße und Feriensiedlung am Glammsee in Warin aufgefüllt. Die Baufirma Neuenfeldt und Trete aus Wittenförden bei Schwerin, die bereits in der Ernst-Lübbert-Straße arbeitet, hatte die Order kurzfristig übernommen. Vom Bauhof der Stadt kamen zwei Mitarbeiter zur Unterstützung. "Da wir unsere Technik vor Ort haben, fallen keine Umsetzungskosten an", sagt Dirk Trete, Geschäftsführer und Polier zugleich. Ein Radlader, der schon zu einer anderen Baustelle sollte, blieb bis Wochenanfang.

"Es bestand akuter Handlungsbedarf", begründet der stellvertretende Bürgermeister Andreas Spriewald, der Stadtoberhaupt Michael Ankermann in dessen Urlaub vertritt, die Hauruck-Aktion. Durch Starkregen einige Tage zuvor, der vom Hang heruntergelaufen sei, die unbefestigte Straße unter Wasser gesetzt und aufgeweicht habe, seien die Schlaglöcher noch größer und tiefer ausgespült worden. "Wir haben einen Zollstock hin eingehalten, das waren zehn Zentimeter", so Spriewald. Nach einem Vor-Ort-Termin mit dem Bauamt und der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Nordwestmecklenburg habe diese entschieden, dass die Stadt innerhalb einer Woche die Straße reparieren müsse, um ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. "Es war jetzt Gefahr in Verzug", betont Spriewald. "Und warum soll dort erst jemand ernsthaft zu Schaden kommen." Zuvor hatte es bereits massive Beschwerden aus der Bevölkerung zum Zustand der Straße gegeben (wie berichteten).

Die Löcher wurden mit so genanntem Betonrecycling aufgefüllt, "ein zertifiziertes Material", das die Firma Otto Dörner angeliefert hat und das beispielsweise auch als Tragschicht für Pflasterungen im privaten Bereich verwendet wird, erklärt Baufachmann Dirk Trete. Darüber fahrende Autos würden es nun verfestigen. Das sei natürlich ein Proviso rium, aber "auf die Schnelle die sinnvoll ste und kostengünstigste Lösung". Die beiden Männer vom Wariner Bauhof, Joachim Lübbe und Timo Untrieser, sind auch froh, dass die Holperpiste erst einmal eben und in vernünftigem Tempo befahrbar ist. Das sei das Wichtigste, es solle dort niemand rasen. Der Bauausschuss der Stadt wird sich damit befassen, den Abschnitt von der Schweriner Straße bis zum Ende der Gärten grundlegend zu erneuern. Besucher der Feriensiedlung sollen nach einem Grundsatzbeschluss der Stadtvertretung die Straße über Waldheim nutzen.

Zeitgleich zu dieser kurzfristig anberaumten Ausbesserung war der kleine Baubetrieb, der acht Angestellte beschäftigt, in der Ernst-Lübbert-Straße tätig. Mitarbeiter eines Subunternehmens setzten gestern Mittag an der Einmündung zum Fritz-Reuter-Platz die letzten Steine. Damit sind die Pflasterarbeiten abgeschlossen. Seit Anfang Mai wurden Fahrbahn, Gehwege, Straßenbeleuchtung sowie Regen- und Schmutzwasserkanal von Grund auf erneuert. Jetzt folgen noch Randarbeiten. Endabnahme soll ab dem 10. September sein, die Verkehrsfreigabe für Anwohner vorher. Über den Termin wird in der Bauberatung an diesem Donnerstag entschieden.

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