Zahrensdorf : Liebe zu Laubsägearbeiten entdeckt

Karl Giesler hatte für den  Adventsmarkt in Tempzin unterschiedliche, zum Teil von ihm selbst gefertigte  Figuren mitgebracht.  Fotos: Ines Engelbrecht
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Karl Giesler hatte für den Adventsmarkt in Tempzin unterschiedliche, zum Teil von ihm selbst gefertigte Figuren mitgebracht. Fotos: Ines Engelbrecht

Unter den geschickten Händen von Karl Giesler entstehen zarte Schmetterlinge und große Pyramiden.

svz.de von
18. Dezember 2013, 16:19 Uhr

Stück für Stück fressen sich die feinen Zähnchen der Laubsäge durch das weiche Holz. Karl Giesler führt die kleine Bügelsäge mit dem Griff nach oben. Das ist zwar nicht so wie vorgeschrieben, aber er kommt so gut zurecht. So entstanden in seiner heimischen Werkstatt schon kleine und große Elchfiguren, Tannenbäume, Schmetterlinge, Hasen, Gänse, winterliche- und frühlingshafte Szenen.

Vor einem Jahr hat der Zahrensdorfer mit Laubsägearbeiten begonnen. Das hatte er sich von seinem Rostocker Schulfreund abgesehen, dessen Weihnachtsfiguren und Pyramiden er seit drei Jahren auf dem Tempziner Adventsmarkt anbietet. Seit einem Jahr arbeitet Karl Giesler nun das Holz, das er im Baumarkt erwirbt, zu Kerzen-, Teelichthaltern und Standfiguren um. Seine erste Holzfigur die er gesägt hat, war ein Frühlingsbild, das erste größere Stück ein Tannenbaum zum Hinstellen. Vom Mini- Elch bis zu großen Exemplaren, sind Formen vorhanden. Die werden auf das Sperrholz aufgezeichnet, ausgesägt und auf eine Holzplatte mit Holzkleber befestigt, damit sie aufgestellt werden können. Je nach Größe des Stücks dauert es dann zwei Stunden oder bis zu zwei Tagen, ehe eine Arbeit fertig ist. Von November bis März hat der 72-Jährige die kleine Stube im Hause dafür in Beschlag. Ehefrau Elke lächelt milde darüber. Sie schaut ihm ab und zu über die Schulter und geht wieder in die Küche, wo Plätzchen im Backofen duften.

„Die kleinen Stücke entstehen aus den Restteilen, die von größeren Arbeiten abfallen. Die Sperrhölzer sind aus Birke, Pappel, Buche und Lärche. Pappelholz ist das weichere Holz, das hauptsächlich für Pyramiden verwendet wird. Die dunklen Figuren habe ich mit Firnis behandelt. Manch einer möchte lieber eine dunkle Figur anstatt eine helle haben. Meine Tochter Angela bemalt die größeren Teile dann farbig. Sie entwirft mir auch die Formen auf dem Papier nach meinen Wünschen. Mit Holzleim befestige ich die Teile, die zusammengefügt werden müssen“, erzählt Giesler. Seine Ideen holt er sich von unterwegs. Sieht er Figuren, die ihm gefallen, baut er sie ähnlich nach. Mit den weihnachtlichen Motiven ist er nun fast fertig. dann sollen Frühlingsbilder entstehen. Aber eine Pyramide möchte Karl Giesler doch noch in Angriff nehmen. Das reizt ihn, erklärt er. Auch hierfür will der Hobbyhandwerker mit seiner Tochter Angela das Motiv entwerfen. Vielleicht verlegt der Zahrensdorfer seine Werkstatt dann auch in den Stall.







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