Gemeinsames Lichterfest in Sternberg : Lichter in den Straßen

Ein Fest für alle Sternberger Kinder und ihre Eltern, Großelten plus Geschwister.  Fotos: Katja Frick
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Ein Fest für alle Sternberger Kinder und ihre Eltern, Großelten plus Geschwister. Fotos: Katja Frick

Beim gemeinsamen Lichterfest aller Kindereinrichtungen in Sternberg war die halbe Stadt auf den Beinen

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05. November 2017, 21:00 Uhr

„Das war ein voller Erfolg. In diesem Jahr waren auf jeden Fall viel mehr Leute dabei als im letzten“, freute sich am Freitagabend Ramona Emig, die Leiterin der Kita Sonnenschein und zusammen mit DRK-Kitaleiterin Kerstin Ziebarth die Initiatorin des zweiten gemeinsamen Lichterfestes beider Kindergärten und erstmalig auch des Hortes der Stadt. Während des Laternen- und Fackelumzuges bewegte sich eine große, leuchtende Menschenmenge durch die Sternberger Straßen vom Finkenkamp zur Feuerwache. Schaute man sich in der Straße Kleiner Spiegelberg am Anfang des Zuges um, füllten die Menschen die gesamte Straßenflucht. Gut gelaunte Eltern und Großeltern gingen gemeinsam mit ihren Kindern, manche kamen auch während des Umzugs dazu und traten einfach aus der Haustür.

Die Sternbergerinnen Daniela und Andrea waren zusammen mit ihren Töchtern Mathilda und Melina (beide vier) aus der Kita Sonnenschein unterwegs und hatten mittlerweile das Tragen der Laternen für die beiden besten Freundinnen übernommen. „Wir finden das gut, das mal alle etwas zusammen in der Stadt machen“, fanden beide. Damit drückten sie aus, was an diesem Abend von vielen gesagt wurde. „Ich finde schon, dass so ein bisschen das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt fehlt. Es macht doch heute jeder immer mehr nur noch sein Ding“, meinte Ramona Emig, nachdem die vielen Menschen an der Feuerwache angekommen waren und der erste Ansturm auf Teig und Stöcke für das Stockbrot vorüber war. Eckardt Meyer, Wehrführer der Sternberger Freiwilligen Feuerwehr, die das Fest mit der Organisation des gemeinschaftliche Zusammenseins an den Feuerschalen unterstützte, stimmte der Erzieherin zu: „Deshalb ist es schön, dass es so ein Fest wie heute gibt“, sagte er und schaute immer wieder skeptisch auf die lange Schlange am Bratwurststand. „Hoffentlich ist keiner ärgerlich, dass er so lange warten muss“, sorgte sich der Feuerwehrchef, der sein Ehrenamt schon seit 2001 inne hat.

Kerstin Ziebarth musste ebenso wie Ramona Emig und ihre Kolleginnen einen Ansturm von Stockbrotbackwilligen abfertigen. Den Teig dafür hatten beide Kitas mit ihren Kindern während des Tages selbst hergestellt. „Das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, in Zukunft mehr zusammen zu machen“, erklärten die beiden Kitaleiterinnen einträchtig.

Während die einen Stockbrot buken oder auch nur miteinander redeten, beaufsichtigten der zehnjährige Arik und seine Kameraden von der Jugendfeuerwehr das Herumklettern der Kinder in dem neuen Rettungsboot der Feuerwehr im Gerätehaus. „Das ist neu in diesem Jahr, dass die Jugendfeuerwehr dabei ist“, erläuterte Eckardt Meyer. „Die Jugendlichen haben auch für alle, die das wollten, vor dem Start Fackeln verteilt.“

„Nö, ich habe gleich ja gesagt“, antwortete Arik auf die Frage, ob er überredet werden musste, an diesem Abend mitzuhelfen. „Ich denke, da wird es ab heute das eine oder andere neue Mitglied bei der Jugendfeuerwehr geben“, mutmaßte der Wehrführer. „Und wir hoffen natürlich auch, dass vielleicht ein, zwei Erwachsene durch eine solche Veranstaltung Interesse haben, bei uns mitzumachen.“ Denn die personelle Situation der Sternberger Feuerwehr, vor allem tagsüber, sei wie bei so vielen Feuerwehren im Land, nicht gerade berauschend. 38 Aktive gehören derzeit in Sternberg dazu.
„Bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr sind es 25“, konnte Jugendwart Patrick Dingl berichten. Der eigentlich aus Las Vegas stammenden Amerikaner, der durch die Armee nach Deutschland gekommen ist und hier seine Ehefrau gefunden hat, ist seit 12 Jahren für die Feuerwehr aktiv und seit drei Jahren Jugendwart in Sternberg. „Wir sind so froh, dass wir ihn haben“, lobte der Wehrführer.

Übrigens: Wer ebenfalls bei der Sternberger Jugend- oder Erwachsenenfeuerwehr mitmachen möchte, kann sich bei Patrick Dingl oder Eckardt Meyer melden - zum Beispiel beim Martinsumzug, der am 10. November um 17 Uhr an der Stadtkirche startet.


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