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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. November 2017 | 00:30 Uhr

Dabel/Sternberg : Letztmalig in Region im Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Joachim Mühlböck ist nach 20 Jahren in Dabel nach Bayern umgezogen / Am Mittwoch betreut er noch einmal den Infostand des VDK

von
erstellt am 31.Okt.2014 | 23:52 Uhr

Fast 20 Jahre war Dabel die Heimat von Joachim Mühlböck, jetzt sind der gebürtige Saarländer und seine Frau nach Bayern gezogen. Doch in der nächsten Woche kommt Mühlböck noch einmal nach Mecklenburg zurück, „um letztmalig vom 3. bis zum 5. November in Dabel für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) zu sammeln und am 5. November den Infostand auf dem Wochenmarkt in Sternberg zu betreuen“, sagt er.

Auf das Wiedersehen freue er sich. „Ich habe in den fast 20 Jahren so viele Leute in Dabel und Sternberg kennen gelernt. Ich schätze deren Ehrlichkeit und Offenheit“, so Joachim Mühlböck. Was ihn überrascht habe, hatte man ihm doch anderes prophezeit. Dankbar sei er auch für die nachbarschaftliche Unterstützung, die seine Familie in Dabel erfahren habe. „Wir hatten nie das Gefühl, allein zu sein.“

Joachim Mühlböck hat sich schon während seiner Schulzeit für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge interessiert und bei der Gräberpflege geholfen. Als er dann Soldat wurde, setzte er die Tätigkeit fort, auch im VDK-Kreisverband Parchim, dessen Geschäftsführer er viele Jahre war. Im vergangenen Jahr übernahm Christiane Klemm aus Demen dann diese Funktion. Sie hatte von Berufswegen mit der Betreuung der Kriegsgräber zu tun und so hatten sich Mühlböck und sie dann auch über die Errichtung einer Gedenkstätte in Brüel kennen gelernt. Jetzt in Pension, setzt Christiane Klemm diese Tätigkeit ehrenamtlich fort. Sie wird, ebenso wie Michael Hensel aus Sternberg, am 5. November am Infostand des VDK in Sternberg zu finden sein. Wobei Hensel auch in diesen Tagen schon in Sternberg und Umgebung wieder unterwegs ist, um für den Volksbund Spenden zu sammeln. „An unserem Infostand in Sternberg gibt es immer eine gute Resonanz und die Leute reagieren auch positiv bei unseren Sammlungen.

In Brüel, wo es jetzt eine Kriegsgräberanlage auf dem alten Friedhof gibt, werden Kränze niedergelegt und Kerzen aufgestellt. Die Anlage wird besucht“, weiß Mühlböck. Er wünsche sich, dass dieses Interesse am VDK anhalte und Christiane Klemm die gleiche Unterstützung erfahre wie er einst.


Der Gesellschaft etwas zurück geben


Sein Aufgabenbereich hat sich nun nach Bayern verlagert. Einen ersten Kontakt mit dem dortigen Landesverband habe es schon gegeben. „Es werden immer weniger Leute, die für ein Ehrenamt ihre Zeit opfern. Aber man sollte der Gesellschaft doch ein bisschen zurückgeben“, bescheibt er, was ihn immer wieder antreibt.

Im September wurde Joachim Mühlböck mit der Baruch-de-Spinoza-Medaille des VDK und mit dem Ehrenabzeichen in Gold geehrt – in Anerkennung besonderer Verdienste um das Werk der Kriegsgräberfürsorge, das der Verständigung und dem Erhalt des Friedens dient. „Wir merken, dass es den Staaten wichtig ist, das Gedenkstätten entstehen und gepflegt werden. Über den VDK werden allein 6 Millionen Euro im Jahr für internationale Workcamps für die Jugend zur Arbeit auf Kriegsgräbern und Gedenkstätten bereit gestellt. Wenn sich die Jugend über Ländergrenzen hinweg versteht, gelingt es vielleicht irgendwann, dass die unsinnigen Kriege aufhören“, sagt Mühlböck.

 

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