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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

18. Dezember 2017 | 19:35 Uhr

Woserin / Hohenfelde : Letzter Schliff fürs Asphaltieren

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Fahrbahnerneuerung zwischen Woserin und Hohenfelde liegt im Plan: Bei trockenem Wetter wird heute die Trag- und morgen die Deckschicht aufgebracht.

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 17:29 Uhr

Ob im Pkw oder auf dem Fahrrad – die kurze Strecke zwischen Woserin und Hohenfelde war für jeden ein Graus. Radfahrer schafften es vielleicht noch, die zahlreichen Schlaglöcher zu umkurven, wer mit dem Auto unterwegs war, hatte kaum eine Chance, ohne Erschütterungen für Mensch und Technik durchzukommen.

Seit zweieinhalb Wochen ist die Buckelpiste voll gesperrt, um die Fahrbahn zu erneuern. Und die Straßenbauer liegen gut im Rennen, wie Polier Uwe Bänsch von der Firma Georg Koch aus Malchin gestern erfreut feststellte. „Natürlich hatten wir großes Glück mit dem Wetter. Hoffentlich hält das wenigstens noch diese Woche an.“


Mischgut darf nicht zu schnell auskühlen


Vor allem trocken müsse es bleiben, denn ab heute soll asphaltiert werden. „Dabei können wir keinen Regen gebrauchen. Dann wird das Mischgut zu schnell kalt und kann nicht richtig verdichtet werden“, sagt der Polier. „Das ist wie beim Kuchenbacken, auch der Teig lässt sich nur auseinander rollen, wenn er weich ist.“

Die löchrige Straße ist auf einer Länge von 1250 Metern durchgefräst worden. Darauf kam eine Schicht aus Schotter und Kies, die gründlich verdichtet worden ist. Nun folgt eine elf Zentimeter dicke Tragschicht aus Asphalt. Die würde möglicherweise Regen vertragen, wenn es nicht wie aus Eimern schüttet, denn sie sei ziemlich stark und könne offenporiger bleiben. Der Asphalt für die nur vier Zentimeter dicke Deck- oder Verschleißschicht, wie der Polier dazu sagt, werde dort praktisch hinein gewalzt. Qualität werde aber nur in heißem Zustand erreicht. Sei das Material ausgekühlt, blieben Zentimeter große Löcher
zurück, in die Wasser laufen würde. Frost hätte leichtes Spiel, so dass die neue Straße schnell wieder kaputt wäre. Die leicht poröse Oberfläche des Fahrbahnbelags sei dagegen gewollt, damit er für die Reifen griffig sei. So glatt „wie ein Kuchenblech“ wünsche sich natürlich kein Kraftfahrer die Straße.


Schon nächste Vorhaben für Straßenbau 2015


Wenn das Wetter es zulässt, wird morgen die Deckschicht aufgetragen, kündigt der Polier an. Dann ginge es die nächste Woche an die Bankette, Gräben und weiteren Randarbeiten. Geplanter Termin der Fertigstellung ist der 10. Oktober.

Nachdem der Abschnitt von der B 192 bis Woserin erneuert und dort im vorigen Jahr die Lindenstraße fertig gestellt wurde, womit eine endlos scheinende Geschichte zu einem guten Ende fand, galt die Ortsverbindung nach Hohenfelde als dringendstes Vorhaben. Es wurde noch von der vorigen Gemeindevertretung in den Haushaltsplan für 2014 aufgenommen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 280 000 Euro. Über die Bodenneuordnung erhält die Gemeinde 65 Prozent Fördermittel. Zudem hat sie eine Ko-Finanzierung beantragt, so dass sich der Eigenanteil spürbar verringert.

Bürgermeisterin Regina Rosenfeld ist froh, dass die Bauarbeiten bislang so zügig verlaufen sind. „Es hätte auch anders kommen können. Denn gerade Richtung Hohenfelde ist alles lehmig, links und rechts richtig schwerer Ackerboden. Wenn es viel regnet,wird auch der Untergrund für die Straße immer komplizierter“, so Rosenfeld.

Im Herbst sollen Förderanträge für die nächsten dringenden Straßenbauvorhaben der Gemeinde im kommenden Jahr gestellt werden, sagt die Bürgermeisterin. Es geht um die Sanierung der Ortsdurchfahrt in Hohenfelde und – in Abstimmung mit der Nachbargemeinde Mustin – des dann noch verbleibenden Kilometers bis zur Gemarkungsgrenze von Bolz.

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