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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

19. November 2017 | 04:20 Uhr

Warin : Letzter Baustein zur Finanzierung

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Innenminister Lorenz Caffier übergibt einen Förderbescheid für den Kita-Neubau in Warin. Zuwendungen aus drei Töpfen – für die Stadt bleibt ein Eigenanteil von einer Million Euro.

von
erstellt am 03.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Die Wände vom Erdgeschoss sind fertig. Darauf kommt jetzt eine Betondecke und auf die das Obergeschoss in Holzständerbauweise. Das wird auf der rechten Seite überstehen und den Weg zum Eingang ähnlich wie bei einem Laubengang überdachen. Zur Finanzierung der neuen Wariner Kindertagesstätte „Die kleinen Sandhasen“ wurde gestern der letzte Baustein hinzu gefügt. Innenminister Lorenz Caffier überbrachte in der Stadthalle, die Pfingsten nach Umbau übergeben worden ist, in kleiner Runde einen Scheck über 425 000 Euro als so genannte Sonderbedarfszuweisung an Bürgermeister Michael Ankermann. Dies ist die dritte Zuwendung für das Bauvorhaben, dessen Gesamtkosten bei 2,7 Millionen Euro liegen.


Auf Antrag vorzeitiger Baubeginn


Über das Investitionsprogramm des Bundes zum bedarfsgerechten Ausbau von Einrichtungen für Kinder unter drei Jahren fließen exakt 458 781,81 Euro, außerdem eine Million Euro EU-Mittel zur Integrierten ländlichen Entwicklung (ILerl-MV). Eine weitere Million hat die Stadt zu tragen und dazu einen Kredit bei der Sparkasse Nordwest aufgenommen. Ein Antrag zum vorzeitigen Baubeginn hat es ermöglicht, dass die Arbeiten auf dem jetzigen Stand sind, bevor auch der dritte Förderbescheid offiziell vorlag. Und die Rohbaufirma – Ribnitzer Bau- und Servicegesellschaft – habe „super“ gearbeitet, sagt Planer Torsten Kreße vom Grevesmühlener Ingenieurbüro und hofft, dass sich das bei den weiteren Gewerken fortsetze. Bis auf Haustechnik sowie Heizung und Sanitär seien die Lose vergeben. Bei einigen würden die Kosten sogar niedriger sein als vorher geschätzt, freut sich der Bürgermeister. Die meisten Unternehmen kommen aus dem Land, außer bei Holzbau- und Putzarbeiten. Es sei wichtig, so der Innenminister, dass nicht das niedrigste, sondern das wirtschaftlichste Angebot ausgewählt werde. Fast alle Gewerke seien öffentlich ausgeschrieben und damit bessere Ergebnisse erzielt worden als bei beschränkter Ausschreibung, die laut Wertgrenzenerlass auch möglich gewesen wäre, erklärt Anke Mansour, Leiterin des Bauamtes Neukloster-Warin.

Mit dem Kita-Neubau habe „die Stadtvertretung eine kluge Entscheidung getroffen“, sagt der Minister. Das sei „eine Investition in die Zukunft und auch eine Art Wettbewerb“, denn junge Familien würden auf das Umfeld achten, ganz besonders, wie die Kinder untergebracht seien.

Die Eltern könnten frei wählen, so Ankermann, zwischen der Kita, deren Träger der DRK Kreisverband Nordwestmecklenburg ist, und der Evangelischen Integrativen Kindertagesstätte „Regenbogen“, die das Diakoniewerk im nördlichen Mecklenburg betreibt. Dass ein Neubau teuer wird, sei vorher allen klar gewesen, so der Bürgermeister. Die Kosten hätte die Stadt „nie allein stemmen können“, so dass erst mit der Zusage der dreiteiligen Förderung die Stadtvertretung den entsprechenden Beschluss fasste. Künftig gebe es auf rund 1000 Quadratmetern Grundfläche, barrierefrei erreichbar, plus großzügigem Außenbereich sehr gute Bedingungen zur Betreuung der Kinder. „Zeitig im ersten Quartal“ des kommenden Jahres soll die Fertigstellung sein.

Kinder und Eltern werden „froh sein, dass die Interimslösung ein Ende findet“, so Ekkehard Giewald, Vorstandsvorsitzender des DRK Nordwestmecklenburg. Eine solche sei in Ordnung, über längere Zeit wachse jedoch Unmut. Der Träger bereite sich nun inhaltlich auf die neue Kita vor, damit „ein Qualitätssprung“ gelinge.

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