Sternberg : Letzte Etappe auf Mecklenburgring

Kanalbauer Ringo Fiss hat auf dem Sternberger Mecklenburgring einen weiteren Schacht, der außer Betrieb geht, zum Verfüllen vorbereitet. Fotos: Rüdiger Rump
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Kanalbauer Ringo Fiss hat auf dem Sternberger Mecklenburgring einen weiteren Schacht, der außer Betrieb geht, zum Verfüllen vorbereitet. Fotos: Rüdiger Rump

In dieser Woche ist die Baustelle auf dem Mecklenburgring wieder ein Stück stadteinwärts gerückt. Der letzte der drei Abschnitte bei Sanierung der Kanalschächte reicht etwa bis zum Parkplatz an der alten Mühle.

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28. Juni 2012, 07:33 Uhr

Sternberg | In dieser Woche ist die Baustelle auf dem Mecklenburgring wieder ein Stück stadteinwärts gerückt. Der letzte der drei Abschnitte bei Sanierung und Rückbau der Kanalschächte reicht etwa bis zum Parkplatz an der alten Mühle. Die halbseitige Sperrung ist ca. 200 Meter lang, der Verkehr wird durch Baustellen ampeln geregelt.

Zu Beginn der Arbeiten Ende Mai hieß es, dass an der Rudolf-Breitscheid-Straße Schluss sei, doch ein weiterer Schacht, der brüchig war, musste unbedingt mitgemacht werden. Erste Planungen nach einem Vor-Ort-Termin von Verantwortlichen der Stadt mit dem Straßenbauamt Schwerin im vorigen Jahr gingen sogar davon aus, dass bis zur Seestraße gebaut wird. Doch aus finanziellen Gründen musste das Projekt abgespeckt werden. Übrig blieb die Erneuerung von

30 Schächten, 15 gibt es künftig nicht mehr. Letzteres ist möglich, weil nach heutigen Normen die Abstände der Kanalzugänge, die zur Untersuchung und Spülung der in der Erde liegenden Regen- und Schmutzwasserleitungen gebraucht werden, weit größer sein dürfen als etwa vor zwei Jahrzehnten. Die fahr baren Kameras können 60 bis 80 Meter in jede Richtung zurücklegen.

In Gang kam das Projekt wegen massiver Beschwerden von Anwohnern am Mecklenburgring. Besonders nachts verursachten Laster unerträglichen Lärm, wenn sie über die Kanaldeckel fuhren. Der Lkw-Verkehr hat an den Abdeckungen spürbare Schäden hinterlassen, aber auch die 1993 erneuerte Bundesstraße insgesamt stark beansprucht.

Um Platz zum Arbeiten zu haben, musste die Fahrbahn um die Schächte herum relativ großflächig aufgebrochen werden. Dann ging es bis zu drei Meter in die Tiefe. Beim Rückbau der Kanalzugänge werden die Abflussrohre, das so genannte Gerinne, mit Halbschalen aus einem Kunststoffgemisch (GFK) abgedeckt und so geschützt, dass der Wasserdurchlauf gesichert bleibt. Ende nächster Woche sollen die Arbeiten, die in die Erde gehen, abgeschlossen werden, rechnet Polier Wolfgang Vick von der Straßen- und Tiefbaufirma Strabag.

Bis dahin müssen auch noch ein Straßenablauf und ein Hydrant saniert werden, ein weiterer Hydrant verschwindet. Das werde zum Abschluss gemacht, die Straße habe Vorrang. Aber die Firma nutze die Gunst der Stunde, da die Absperrzäune noch zur Verfügung stehen. Zum folgenden Wochenende dürfte der Verkehr auf dem Mecklenburg somit freie Fahrt haben. Auch die sanierten Schächte liegen unter einer provisorisch aufgebrachten Schwarzdecke. Diese Fahrbahnhälfte stadteinwärts wird dann wahrscheinlich in der Woche ab dem 9. Juli abgefräst und neu asphaltiert. Dazu ist erneut eine halbseitige Sperrung nötig, diesmal aber über die gesamte Länge, so dass sich die Ampelphasen verlängern. Jetzt ist Rot mit drei Minuten angegeben. Unter der Asphaltdecke verschwinden zunächst auch die Kanaldeckel. Um die Schächte zugänglich zu machen, werden sie frei geschnitten und dank moderner Verfahren auf eine Ebene mit der Fahrbahn angehoben.

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