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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

12. Dezember 2017 | 03:52 Uhr

Brüel : Lernangebote in Brüel abgespeckt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Volkshochschule des Landkreises Ludwigslust-Parchim bietet weniger Kurse in unserer Region an.

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 16:49 Uhr

Wer am Vormittag in die Brüeler Volkshochschule (VHS) in der Schweriner Straße kommt, steht vor verschlossenen Türen. „In Brüel gibt es keine fest angestellte Kraft, keinen Internet- und keinen Telefonanschluss mehr“, sagt Hans-Heinrich Erke. Bis auf die wenigen Kurse, die hier noch stattfinden, bleibt das Haus zu. Für Erke steht damit fest, dass „Brüel in dem Sinne auch keine
Arbeitsstelle mehr hat“. Was einem Kreistagsbeschluss widerspreche, in dem festgelegt sei, dass in Brüel die
Arbeitsstelle erhalten bleibe, macht er deutlich.

Hans-Heinrich Erke ist ehrenamtlicher Ansprechpartner für Belange der Volkshochschule. Er möchte verhindern, dass sich der Landkreis von Brüel verabschiedet, was die VHS betrifft. Dafür stellt der Brüeler auch sein privates Internet und Telefon zur Verfügung und plant, demnächst in der Woche zu festen Zeiten in der VHS als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.

Im Semesterprogramm für das Frühjahr 2014 finden sich nur wenige Lernangebote in der Region: In Brüel beginnt am 2. Februar ein Malkurs unter Leitung von Eckhardt Erbguth, seit Januar laufen Kurse für Wirbelsäulengymnastik mit Annelie Reinecke, und auch Englisch in verschiedenen Sprachstufen wird in Brüel bzw. Sternberg gelehrt.

Mit der Aufstellung des Programms und der Zusammenstellung der Kurse sei er nicht beauftragt, so Hans-Heinrich Erke. Das erfolge zentral in Ludwigslust. Er könne aber Einfluss darauf nehmen, dass ein Kurs etabliert werde, wenn sich denn genügend Teilnehmer fänden. Was zugleich das größte Problem sei. Zehn Teilnehmer sei die Mindestanzahl. „Wir können auch mit
weniger Leuten beginnen, dann werden die Kosten jedoch auf die anderen verteilt. Und da wird es schwierig, Akzeptanz zu finden“, weiß Erke.

Die derzeitigen Kurse in Brüel gebe es seit „Ewigkeiten“, sagt er. Sie laufen, weil Teilnehmer und Dozenten sich kennen und zufrieden sind. Nicht mehr in Brüel finden sich dagegen skandinavische Sprachen, Computerkurse und, was Erke selbst sehr bedauert, die Möglichkeit, den Schulabschluss nachzuholen. „Wir hatten für dieses Schuljahr nur zwei Teilnehmer für Brüel, die jetzt in Parchim beschult werden“. Erke liegt viel daran, wieder eine Klasse am Brüeler Standort zu etablieren. Vielleicht
gelinge das schon für das Schuljahr 2014/15, wünscht er sich.

Die stadteigene Immobilie in der Schweriner Straße kann der Landkreis übrigens mietfrei nutzen. Zudem hat der Landkreis selbst Einnahmen, weil eine Wohnung im Haus vermietet wird. Im Gegenzug hat der Kreis umfangreich investiert. Hans-Heinrich Erke nennt Heizung, Dacheindeckung, Wintergarten und zum Teil die Fenster. Er spricht aber ebenso von einem großen Investitionsstau, wenn er an die Fassade und die übrigen Fenster denkt. Einmal
wöchentlich kümmert sich auch jetzt, da es im Gebäude ruhiger geworden ist, ein Hausmeister.

„Es wäre nicht gut, wenn wir das VHS-Angebot in Brüel verlieren würden“, sagt Erke. Dabei denkt er auch an die Haushaltskonsolidierung im Landkreis, der versuche, die Arbeitsstelle in eine kreiseigene Immobilie einzugliedern. In Brüel gebe es gute Erfahrungen und viele Erfolge im Bereich der Erwachsenenbildung. Da müsste wieder angesetzt werden, meint er. Aber nicht nur ernste Themen sollten belegt werden, sondern Angebote auch unterhalten und Spaß machen. Das neue Semesterprogramm könnte dafür Anregungen geben, den einen oder anderen Kurs nach Brüel zu holen, sagt er. „Immer vorausgesetzt, dass sich genügend Teilnehmer finden“, so Erke: „Ich bin gern bereit, einen Kurs aufzunehmen und dann zu versuchen, dass wir ihn organisiert bekommen“. Hans-Heinrich Erke ist unter Telefon 038483/2 37 65 oder 0172/3914934 bzw. per E-Mail tojoli @web.de erreichbar.

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