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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. November 2017 | 02:44 Uhr

Umfrage : Lehrer fahren heute zur Demo

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

In Brüeler Grundschule gibt es nur einen Notdienst. In anderen Bildungseinrichtungen der Region teils Unterricht mit Einschränkungen.

von
erstellt am 01.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Das kennen ganze Schülergenerationen: Drei Tage vor den Winterferien passiert allgemein an den Schulen nicht mehr viel. Die Halbjahreszeugnisse sind geschrieben. Dafür hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für heute die Tarif beschäftigten Lehrer zum Streik aufgerufen. Das hat unterschiedliche Auswirkungen in der Region, wie eine SVZ-Umfrage unter den Schulleitern ergab. Von komplettem Streik bis „regulärem Unterricht“ reicht die Spanne.

„Wir streiken nicht“, so die Auskunft von Dagmar Arndt (Grundschule Warin). Gleiches gilt für die Erst- bis Viertklässler in Dabel. „Bei uns ist „regulärer Unterricht“, betont die dortige Schulleiterin Annett Damme. Allerdings habe es gestern Vormittag „fleißig Anrufe von Eltern gegeben, da wir den Schülern, weil nicht gestreikt wird, keinen Elternbrief mitgegeben hatten“.

Ebenfalls volle Klassenzimmer – abgesehen von den krankheitsbedingten leeren Stühlen – gibt es heute an der Regionalen Schule Brüel. „Wir streiken diesmal noch nicht“, erklärt Christina Schuhmann, die hinzufügte: „Wenn es nochmal eine Streikrunde geben sollte, sieht das bestimmt anders aus.“ Bei der Brüeler Grundschule, die sich ebenfalls im Komplex „Am Stadtpark“ befindet, wartet man nicht ab auf einen möglichen zweiten Warnstreik der GEW: „Es wird gestreikt“, so die kommissarische Schulleiterin Silke Aselmeyer kurz und bündig.

Während an der Sternberger Förderschule heute normaler Unterricht sein wird, beteiligen sich an der KGS Sternberg mit ihren 42 Lehrern „Kollegen am Streik. Zudem haben wir einen hohen Krankenstand im Kollegium“, sagt Petra Langpap auf SVZ-Nachfrage. Somit könne der Unterricht nicht in allen Klassen abgesichert werden. „Die 5. und 6. Klassen, insgesamt sechs, bleiben zu Hause – wo es sich anbietet mit Aufgaben“, so die Schulleiterin. Dabei sind die streikenden Lehrerinnen und Lehrer früh noch da. „Sie fahren erst um 10 Uhr nach Schwerin“, betont Langpap. Die landesweite Kundgebung in Schwerin beginnt um 12.30 Uhr vor der Staatskanzlei.

Hier, wie in allen anderen bestreikten Schulen gibt es einen Notdienst für Schüler bis einschließlich Klasse sechs.

 

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