zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

22. Oktober 2017 | 15:59 Uhr

Lauras Kürbisboot war am schnellsten

vom

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2012 | 09:41 Uhr

Zaschendorf | Prächtige Abendsonne und ruhiges Wasser - die äußeren Bedingungen für das nunmehr 9. Lichterfest am Sonnabend an der Warnow waren ideal. "In manchen Jahren trieben Wellen die kleinen Boote ins Schilf, das war richtig schade. Besser als heute geht es gar nicht", meinte sichtlich entspannt Mathias Hirsch, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Wendorf, die das kleine Spektakel in bewährter Weise organisierte.

Rund 30 Boote Marke Eigenbau wurden an der Zaschendorfer Brücke in das Wasser gesetzt, um sie von der Strömung der Warnow etwa eine halbe Stunde bis zur Ziellinie tragen zu lassen. Wo der Uferstreifen eine winzige Lücke gelassen hat, wurde neugierig geschaut, in welcher Position das eigene Boot liegt. Anfeuern nützt hier nichts, nur abwarten. "Es ist ein Irrtum, dass große Boote das Rennen machen. Bei dieser leichten Strömung sind die kleineren schneller", stellte Ralf Toparkus fest, Bürgermeister der Gemeinde Kuhlen-Wendorf. Er hatte am Ziel einen Platz mit gutem Überblick.

Zuerst kam hier das Kürbisboot von Laura Schneider an, dicht gefolgt von den Eigenbauten, die Leni Mey und Fiona Wenzel ins Rennen geschickt hatten. Die zehnjährige Laura meldete mit Mamas Handy gleich ihren Erfolg an die Verwandtschaft weiter. Sie hatte schon die letzten fünf Jahre teilgenommen und kam nun ganz vorn an. Und das Schönste daran sei, meinte die Mama, dass das Mädchen das Boot "von A bis Z allein gebaut" habe. Mit ihrer Freundin aus der Jugendfeuerwehr, die schon ein Boot besaß, hatte sich Laura manchmal ausgetauscht und zuletzt jeden Tag gebastelt. Immer wieder sei ihr was Neues eingefallen. Der Bootskörper besteht aus Styropor und nahm verschiedenste Zierkürbisse auf, die Laura ausgehöhlt hatte, um darin Teelichter unterzubringen.

Als originellstes Boot bei den Kindern wählten die Jurorinnen Annelie Drephal und Brigitta Kornalewski die "Black Pearl" (Schwarze Perle) von Pauline Ahrens aus. Sie hatte viel Spaß beim Basteln und dabei Hilfe von ihrem älteren Cousin, verriet die Zehnjährige, die sich auch schon öfter am Lichterfest beteiligte und seit dem Vorjahr der Jugendfeuerwehr angehört. Jetzt bekommt das prämierte Boot einen Ehrenplatz im Zimmer des Mädchens.

Erstmals gab es eine eigene Wertung für Erwachsene. Drei beteiligten sich mit ihren Konstruktionen. Als erstes erreichte das Teufelsboot von Chris Haubold das Ziel. Es war schon drei Jahre mitgefahren und hat Preise abgeräumt, erzählt der 32-Jährige lächelnd. Manuel Kornalewski, dessen zweijähriger Robin bei den Kindern dabei war, kam auf Rang zwei. Sein Boot hatte letztes Jahr gewonnen. Da war sein Neffe damit angetreten. "Diesmal hat es mich im Stich gelassen. Nächstes Jahr kommt ein Motor dran", witzelte der 28-Jährige, wohl wissend, dass das nicht erlaubt ist.

Feuerwehrchef Mathias Hirsch freute sich über die vielen Ideen und die Fantasie der Teilnehmer und kündigte schon das das kleine Jubiläum an, das 10. Lichterfest im nächsten Jahr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen