Stadtfest in Brüel : Lara gewinnt mit Ente vom Opa

Kurz vor dem Ziel ist der Mühlenbach zu beiden Seiten bevölkert.  Fotos: Rüdiger Rump
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Kurz vor dem Ziel ist der Mühlenbach zu beiden Seiten bevölkert. Fotos: Rüdiger Rump

Zum Auftakt des Brüeler Stadtfestes gab es wieder Riesenspaß: 350 quietschgelbe Enten traten zum Rennen auf dem Mühlenbach an. Der fünfte Platz ging an ein Geburtstagskind.

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05. Juni 2016, 20:55 Uhr

Spannender ging es kaum – auf der Strecke und sogar nach dem Zieleinlauf. Auftakt des Brüeler Stadtfestes war am Freitagabend zum dritten Mal das Entenrennen auf dem Mühlenbach. Diesmal mit 350 Startnummern, weil die 200 bzw. 300 in den beiden Vorjahren nicht ausgereicht hatten. Bis auf knapp 50 waren alle Enten schon wieder im Vorverkauf vergeben. Bürgermeister Jürgen Goldberg hatte sich dort fünf gesichert, „weil ich voriges Jahr mit Mühe noch eine abbekommen habe“. Der Rest sei am Abend in zehn Minuten weggegangen, stellten Silke Aselmeyer und Michael Schwertner von der „Soko Stadtfest“ erfreut fest.

Zum Starten kam wieder die schon bewährte Vorrichtung zum Einsatz, die Feuerwehrmitglied Michael Ehrich im Vorjahr ausgetüftelt hatte. Die in der Grundschule noch schick bemalte Mülltonne wurde an einer Stange zur Mitte über dem Mühlenbach bugsiert. Die Kurbel des kleinen Seilzuges betätigte diesmal der Bürgermeister. Und der siebenjährige Bastian Spalkhaver wartete nur darauf, mit einer Leine den Deckel zu öffnen. Bastian war als Erster vor Ort und wurde gefragt, ob er das übernehmen wolle. Er hatte eine der drei Enten, die seine Oma erworben hatte, von ihr geschenkt bekommen.

Damit der Mühlenbach nicht zu rasant fließt, ist der Wasserstand abgesenkt worden. Dass sich dann vielleicht mehr Enten als sonst am Ufer verfangen, sei nicht so schlimm, meint Schwertner, denn die Entenrennenhelfer würden sie wieder auf Kurs bringen. Dazu seien aber nur diese berechtigt.

Der Pulk aus den 350 Enten, die ins Wasser klatschen, löst sich schnell auf. Das Wasser fließt anfangs schneller als gedacht, stellt Schwertner fest. Am Ufer ist genauso Bewegung. Wer nicht gleich einen Posten im Zielbereich bezogen hat, geht mit den quietschgelben Schwimmern mit, verfolgt das Geschehen und versucht seine Enten auszumachen – Verwechselung der Startnummern vom Ufer nicht ausgeschlossen. Vorn liegen zwei Enten, die sich – wie miteinander verschlungen – gegenseitig voran zu schieben scheinen. Aber dann geraten sie zu weit an den Rand, andere ziehen vorbei. Jetzt liegt 196 vor 222 und 245, aber in der Mitte arbeitet sich 254 an die Spitze vor, muss aber gleich einen Angriff von 208 abwehren. Die führende Ente kommt nahe an das Kraut. Bloß nicht hängen bleiben, und geschickt dreht sie sich vorbei. Der Vorsprung wächst, aber der entscheidende Abschnitt mit Kraut und Schilf steht noch aus. Burkhard Liese hofft derweil mit seiner Startnummer 118. „Da, gleich ist sie Dritter.“ Aber ganz klappt es doch nicht. Die Reihenfolge bleibt bis ins Ziel: 254 vor 208, 217, 118 und 296. Spannung um den fünften Platz: Bianca Aeberlin weiß nicht, ob die 296 Maximilian oder Marie gehört. Ein Blick von Heike Wiechmann in die Listen gibt Aufschluss – Marie. Doppelte Freude, denn sie hat ihren siebten Geburtstag. Ihr Bruder, noch acht, nimmt es gelassen und freut sich mit seiner kleineren Schwester.

Als Sieger wird Martin Oehlke ermittelt. Doch er klärt schnell auf, dass Enkelin Lara Marie Engelhardt (6) Gewinnerin ist. Er hatte vier Entenpässe für die Familienmitglieder und einen für die Tortenschmiede erworben. Laras Mama Antje Oehlke, die der Arbeit wegen nach Lübeck
gezogen und nun eigens zum Stadtfest gekommen ist, strahlt genauso wie die Kleine.

Für die schnellsten zwölf und lahmsten fünf Enten gibt es Preise, überwiegend Gutscheine von heimischen Gewerbetreibenden und Händlern, bei den vorderen Plätzen eine Geldprämie oben drauf. Denn die Einnahmen fließen fast vollständig zurück. Der Riesenspaß, den alle Beteiligten haben, ist umsonst.

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