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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

24. November 2017 | 18:04 Uhr

Warin : Langsamer Walzer und harter Rock

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Fred Schnellenkamp gründete vor 50 Jahren eine Wariner Band, die heute unter dem Namen „Nordlichter“ immer noch gefragt ist.

von
erstellt am 22.Mai.2015 | 23:42 Uhr

Ihr Repertoire ist unerschöpflich, es gebe Musik für jeden Geschmack, sagt Fred Schnellenkamp, Leiter der Wariner Band „Nordlichter“. Gespielt werden Stimmungsmusik, Schlager und Country, alles vom langsamen Walzer bis zum harten Rock. „Musik ist mein Leben. So bin ich aufgewachsen und so ist es geblieben“, sagt der Wariner, der sogar während seiner Armeezeit eine Band gegründet hatte.

Schon der Vater habe Akkordeon gespielt, erzählt er. Doch ihn hätten damals die Beatles inspiriert. Deren Musik wollte jeder hören und jeder wollte Gitarre spielen. „Wir haben die Musik mit einem Spurentonbandgerät aufgenommen, immer wieder abgespielt und mitgeschrieben. Weil die Texte auf Englisch waren, war das nicht einfach. Dann habe ich mir die Akkorde für die Gitarre geschrieben“, erinnert er sich. „Heute ist das alles leichter“, Texte und Akkorde gebe es im Internet und an Musikinstrumenten herrsche auch kein Mangel.


Mit „Tornados“ nur einen Auftritt geschafft


Die „Nordlichter“ haben ihren Ursprung in der 1965 von Fred Schnellenkamp gegründeten Schülerband „Tornados“. Da waren die Jungs gerade mal 14, 15 Jahre alt. An dem Namen hatte sich allerdings die Abteilung Kultur beim Rat des Kreises in Sternberg gestoßen. Nach nur einem einzigen Auftritt war Schluss. Der Name wurde verboten, weil er zu westlich war, erzählt Schnellenkamp. Das war die Geburtsstunde der „Nordlichter“. Von den Gründungsmitgliedern Wolfgang Büttner, Erhard Meißner, Peter Kahl, Wolfgang Mann und dem inzwischen verstorbenen Gerhard Lippke ist zwar keiner mehr dabei, Büttner, Kahl und Meißner sind aber der Musik treu geblieben und in anderen Formationen aktiv.

1967 stieß Peter Griese, der Schlagzeug spielt, dazu, Anfang der 1970er-Jahre folgten Dieter Schreiber (Keyboard), Wolfgang Tiedtke (Gitarre), Mathias Wallisch (Gitarre) und Bodo Alm (Schlagzeug).

Aktuell spielen davon nur nur Dieter Schreiber, Peter Griese und natürlich Fred Schnellenkamp bei den „Nordlichtern“, komplettiert wird die Band von André Rothe (Bassgitarre) sowie Siegfried Wesky und Hartmut Perlik an den Gitarren. Letzterer sei vor zwei, drei Monaten nur mal so zu ihnen gekommen, um bei einer Probe „zu luschern“. „Wir haben gesagt, wo fünf Musiker Platz haben, ist der auch noch für einen Sechsten. Ihm macht es großen Spaß und für die Band hat es sich bewährt“, so deren Leiter. Siegfried Wesky, der in Rambow bei Dorf Mecklenburg zu Hause ist, hatten die Wariner auf einer Veranstaltung im Agrarmuseum Dorf Mecklenburg kennen gelernt.

Was alle verbindet, sei die große Leidenschaft für die Musik, die sie zu ihrem Hobby gemacht haben. Und so finden alle immer Zeit für die am Donnerstagabend stattfindende Probe, für die ihnen die Stadt einen Raum zur Verfügung stellt, und natürlich für die Auftritte, bei denen sie immer in kompletter Besetzung zu hören sind. Dabei stehen einige der Männer, die zwischen 53 und 73 Jahre alt sind, noch im Berufsleben und auch nur vier von ihnen wohnen in Warin.

Beim 777-jährigen Dorffest in Zahrensdorf spielen die „Nordlichter“ am 5. Juni zum Tanz auf. Dann hat André Rothe, der in Zahrensdorf wohnt, Heimvorteil. „Wir treten auf, wo wir gefragt sind“, sagt Fred Schnellenkamp. Das ist ein Dorffest ebenso wie eine Goldene Hochzeit oder wie in Warin zum 1. Mai auf dem Sportplatz – ihr Dankeschön an die Stadt für den Probenraum, in dem sie beste Bedingungen vorfinden.

 

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