zur Navigation springen

Diebe räumten Industrieplatten von Baustraße ab : Langfinger auf Baustelle am Luckower See

vom

Harry Jankowski ist sauer. Der Zimmerer arbeitet noch nicht einmal eine ganze Woche auf der Baustelle am Sternberger Badestrand, da haben Langfinger schon zugegriffen. Mehrere Quadratmeter Industrieplatten verschwanden.

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2012 | 05:56 Uhr

Sternberg | Harry Jankowski ist sauer. Der Inhaber der gleichnamigen Zimmerei aus Kukuk arbeitet noch nicht einmal eine ganze Woche auf der Baustelle am Sternberger Badestrand, da haben Langfinger schon zugegriffen. Mehrere Quadratmeter Industrieplatten verschwanden über Nacht. Jankowski berechnet ca. 800 Euro Schaden. "Aber damit ist es nicht getan. Wir müssen jetzt erst wieder beim Händler Platten bestellen. In der Zwischenzeit fehlen sie uns, denn wir fahren ständig Material zur oder von der Baustelle", sagt er.

Mit den Industrieplatten wird die Baustraße ausgelegt, um Rasen und Gehweg zu schützen und ebenso während der Bauzeit die Unfallgefahr für Gäste der Badestelle weitestgehend zu minimieren. Einen Teil der Platten räumen die Männer dann zum Feierabend zusammen und lagern sie gestapelt im mit Flatterband gekennzeichneten Baustellenbereich.

Er habe sich sehr darüber gefreut, als einheimische Firma den Auftrag für die Erneuerung des Badesteges am Sternberger See zu bekommen, sagt Harry Jankowski. Aber mit so einem Beginn habe er nicht gerechnet. Auch nach Arbeitsschluss lasse er sich übrigens noch einmal auf der Baustelle sehen. "Ich musste schon einige Unvernünftige von der Baustelle schicken, die auf den Pfählen spazieren gegangen sind", kann er über solches Verhalten nur den Kopf schütteln.

Denn auf dem Steg haben die Zimmerer den alten Belag bereits vollständig und die Unterkonstruktion zu zwei Dritteln entfernt. Die Pfähle bleiben zum Teil erhalten, werden aber saniert, wie Jankowski sagt. Einige werden "gesund geschnitten", anderen wird eine Stahlhülse aufgesetzt, und einige werden komplett ausgetauscht. "Das ist Arbeit für die nächsten Wochen", erklärt der Firmenchef, geht es doch hier um rund 180 Pfähle. "Alles passiert in enger Absprache mit dem Planungsbüro Klaus Meyer und dem Sternberger Bauamtsleiter Jochen Gülker", sagt Jankowski. Wie SVZ berichtete, erhält der Steg dann einen Belag aus Kunststoff recylingmaterial, mit dem es bereits gute Erfahrungen in der Region gibt. Eine Variante mit Holz wäre weitaus teurer geworden.

Was den Diebstahl der Industrieplatten betrifft: Harry Jankowski hat auch Anzeige bei der Polizei erstattet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen