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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

13. Dezember 2017 | 17:58 Uhr

Sternberg : Längere Grünphase für Fußgänger

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Kreuzung am Sternberger Mecklenburgring: Bei einem Termin vor Ort wurde ein oft geäußertes Anliegen von Senioren berücksichtigt. Die Umprogrammierung der Ampelanlage dauert allerdings noch.

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 16:33 Uhr

Ein Test gestern Vormittag: Fußgänger, die an der großen Ampelkreuzung über den Sternberger Mecklenburg wollen, haben zehn Sekunden Grün. Bei normalem Schritt ist die andere Seite erreicht, bevor die Ampel auf Rot schaltet. Doch wer weniger gut zu Fuß ist, schafft das nicht. Es bleibt noch eine Karenzzeit, bis die wartenden Autos fahren dürfen. Ältere und gehbehinderte Menschen aber bekommen Angst. Sie drängen seit langem darauf, die Grünphase für Fußgänger zu verlängern. Das war auch wieder ein kritischer Punkt, als Wolfgang Blasko, Vorsitzender des Seniorenbeirates, seinen Jahresbericht an die Stadtvertretung gab.


Bürgermeister: Das sollte mehr Sicherheit geben


Die Verwaltung reagierte; Bei einem Termin vor Ort mit der Verkehrsbehörde des Landkreises Ludwigslust-Parchim und dem Schweriner Straßenbauamt wurde nun festgelegt, die Grünphase für Fußgänger, die den Mecklenburg überqueren, um fünf Sekunden zu verlängern. „Das sollte reichen, mehr Sicherheit zu geben, zumal die Karenzzeit bleibt und außerdem die Kraftfahrer verpflichtet sind, Rücksicht zu nehmen. Wer nicht mehr so schnell ist, sollte natürlich nicht mehr auf die Straße gehen, wenn die Grünphase fast vorüber ist.“ Bürgermeister Jochen Quandt hält das Ergebnis der Aussprache für akzeptabel. Spürbare Nachteile für den Verkehrsfluss dürften nicht eintreten, hofft er. Bis die Festlegung umgesetzt ist, könne es allerdings noch einige Wochen dauern, erfuhr SVZ gestern beim Landkreis. Der Knotenbereich müsse komplett umprogrammiert werden. Das Straßenbauamt habe dazu eine Fachfirma beauftragt, und die arbeite ihre Auftragsliste nacheinander ab.

Die kritischen Punkte in seinem Bericht seien auch Anregungen für die neue Stadtvertretung, die am 25. Mai gewählt wird, sagt Blasko, der auch gern nennt, was die Senioren mit Freude registrieren. So die weitere Sanierung und Modernisierung der Häuser in der Altstadt; eine enorme Verbesserung vor allem für ältere Bürger seien auch die von der Wohnungsbaugesellschaft neu gestalteten Fußwege in der Leonhard-Frank-Straße sowie die Erneuerung des Gummisteigs, der im Herbst zusammen mit dem Spielplatz übergeben wurde. Dieser ca. 400 Meter lange Stadtweg, der nach stärkerem Regen nur in Gummistiefeln passierbar war und daher vielleicht seinen Namen erhielt, hatte jahrelang Anlass zu Kritik gegeben. Auch mit den jetzt für Rollatoren geeigneten Übergängen in der Luckower Straße, die das Holperpflaster über die Kleine bzw. Große Belower Furt ersetzen, wurde ein Stein des Anstoßes zumindest ein Stück aus dem Weg geräumt.

Wie darauf der Bürgermeister zusicherte, werden in diesem Jahr zwei weitere Übergänge in der Luckower Straße umgebaut, die die Fischer- und Ritterstraße queren. Damit hätten es Nutzer von Rollatoren auf der gesamten Strecke von Karl-Marx-Straße und Finkenkamp bis zum Markt spürbar leichter.

„Das ist auch wirklich notwendig“, meint Marlies Hein, die seit zehn Jahren in Sternberg lebt. „Die beiden Übergänge, die gemacht wurden, sind prima geworden. Vorher war es schlimm, dort über die Straße zu kommen. Solche holprigen Stellen gibt es aber noch einige auf meinem Weg von der Karl-Marx-Straße.“ Die 58-Jährige hat zwei künstliche Hüftgelenke, die ihr das Gehen erschweren.


Gehweg für Rollatoren in Kleiner Kütiner Straße


Neben weiteren Übergängen würde sich der Seniorenbeirat wünschen, in der Kleinen Kütiner Straße auf einer Seite einen glatten Gehweg zu schaffen, der sich für Rollatoren und Rollstühle besser eignet. Die Anfrage wurde bereits aufgegriffen, erklärt der Bürgermeister. Derzeit lasse die Stadt ein Kostenangebot für die Straße erarbeiten. Wenn das vorliegt, werde entschieden, wie es weiter geht.

Um bei Wegen zu bleiben: Der vom Seniorenzentrum vorbei am Kindergarten Am Berge sei in einem katastrophalen Zustand. Der Beirat möchte wissen, so sein Vorsitzender, inwieweit Stadtvertretung und -verwaltung Einfluss auf das DRK nehmen können, damit es Abhilfe schafft. Der Weg sei nicht nur für Bewohner und Besucher des Seniorenzentrums eine Zumutung, sondern für alle, die Kinder in der Kita haben. Und dort fast um die Ecke sei die Durchfahrtstraße vom Finkenkamp 20 zur 20a im Winter schon zeitig stockfinster und somit gefährlich. Angesichts des schmalen Bürgersteigs bestehe dringend Handlungsbedarf.

Mit der Kommunalwahl am 25. Mai endet auch die Arbeit des jetzigen Seniorenbeirates. Die neue Stadtvertretung wird einen neuen berufen. Ein solches Gremium gibt es in Sternberg seit genau 20 Jahren.

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