Warin : „Kunstrasen ist für uns lebenswichtig“

TSG-Vereinsvorsitzender Frank Ridder.
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TSG-Vereinsvorsitzender Frank Ridder.

Bei der TSG Warin freut man sich über künftig viel bessere Trainingsbedingungen.

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11. Dezember 2013, 16:26 Uhr

Ein Bauschild am Sportplatz „Am Glammsee“ in Warin kündet davon: Hier passiert was. Endlich, atmen die Mitglieder der TSG Warin auf. Im dritten Anlauf wurden die beantragten Fördergelder für den Bau des neuen Kunstrasenplatzes bewilligt. „Wenn das Wetter es zulässt, geht es im Frühjahr los“, sagt TSG-Vereinsvorsitzender Frank Ridder. Dieser hofft, das neue Schmuckstück bereits „Mitte/Ende Juni“ in Betrieb nehmen zu können. „Für uns ist der Kunstrasenplatz lebenswichtig. Auf dem alten Rasenplatz ist von Anfang Oktober bis Ende März kein Training möglich“, erläutert der 47-Jährige. Das Gelände an der Brüeler Straße liegt so tief, dass hier dann höchstens „Schwimmfeste“ möglich sind.

Mit dem Neubau des Kunstrasenplatzes in der Größe von 60 mal 40 Metern (Markierungsmaße) auf dem Gelände der TSG Warin wird das Problem ein für alle Mal der Vergangenheit angehören. Zumal der neue Platz dann laut Ridder „um einen Meter erhöht sein wird“.

Von den 320 000 Euro als Gesamtsumme übernimmt das Landesförderinstitut die Hälfte. Die anderen 50 Prozent teilen sich Stadt und Verein. Die Kommune steuert – im Haushalt 2013 eingeplant – 100 000 Euro bei. Der Verein soll 60 000 Euro als Eigenanteil einbringen. Wie das möglich ist, dazu fanden Kommune und Sportverein einen Weg. Ridder: „Die Stadt schießt unseren Anteil erst einmal vor. Wir haben mit der Kommune Rückzahlungsmodalitäten getroffen, Details müssen allerdings noch geklärt werden.“

Das sei ein langfristiges Konzept, dauere Jahrzehnte, verkündet Bürgermeister Michael Ankermann auf SVZ-Nachfrage. „Die Erwartung an die TSG ist recht hoch, dass sie ihren Anteil in einem möglichst angemessenen Zeitraum trägt“, schiebt das Stadtoberhaupt nach. Wie die Rückzahlung durch den ca. 175 Mitglieder zählenden Gesamtverein, davon sind 110 Fußballer, überhaupt funktionieren soll, dazu meint der TSG-Chef: „Eine Möglichkeit ist über Sponsoring. Wir haben im Jahr so zwischen 3000 bis 5000 Euro an Sponsorengelder.“ Und da ist man im Verein durchaus rührig, so kommt der Hauptsponsor „seit drei Jahren aus Bayern“. Die Kontaktaufnahme erfolgte wie folgt: „Einer kennt jemanden, der kennt wieder einen und so weiter…“, sagt der aus Weiße Krug stammende Ridder, der inzwischen in Warin wohnt.

Die Wariner Sportler sind in der Stadt immer präsent – ob gerade auf dem Weihnachtsmarkt oder bei der Unterstützung des Schulsportfestes der Grundschule. Bis 2012 gab es zudem das Projekt „Schule und Verein“, wo ein Trainer Wariner Schüler betreute. „In diesem Jahr passte es nicht mit dem Lehrplan“, sagt Ridder, der das Projekt gerne wiederbeleben möchte.

Frank Ridder ist selbst noch bei den Alten Herren am Ball. „Zuvor bis 1998 spielte ich zehn Jahre in Brüel.“ Dann machte er sich als Transportunternehmer selbstständig und wurde ’98 zudem Vorsitzender der TSG Warin. „Es wollte keiner machen, da habe ich mich überreden lassen für eine Übergangszeit. Und dabei ist es geblieben.“

2014 streben die Wariner Kicker, bei denen drei Herren- und vier Nachwuchsteams im Spielbetrieb stehen, übrigens den größten Erfolg der Vereinsgeschichte an. „In der Landesliga waren wir noch nie. Aber die eine Klasse höher trauen wir uns sportlich schon zu“, sagt der Vereinsvorsitzende. Zur Winterpause liegen die Wariner als Zweite mit 27 Zählern nur einen Punkt hinter Aufbau Sternberg. „Ich sehe das Duell mit Sternberg auf Augenhöhe. Aufbau muss noch zu uns. Dies ist ein Derby und hat seinen eigenen Charakter“, so Ridder, der als Aufstiegs-Kontrahenten ferner „PSV Wismar und die zweite Schönberger Mannschaft“ sieht. „Mit Dorf Mecklenburg und Carlow hingegen rechne ich nicht.“

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