Rothen/Rothener Mühle : Kunst im Advent – vom Handtuch bis zum Gutshaus

Welche Farbe passt am besten?  Annelotte Wandmacher und Jane Steinberg aus Dabel begutachten die praktischen Schals aus Seidenjersey. Fotos:  Ursula Prütz
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Welche Farbe passt am besten? Annelotte Wandmacher und Jane Steinberg aus Dabel begutachten die praktischen Schals aus Seidenjersey. Fotos: Ursula Prütz

In Rothen und Rothener Mühle wurde am dritten Advent-Wochenende zum Schauen und Kaufen eingeladen.

svz.de von
16. Dezember 2013, 17:17 Uhr

Viele Möglichkeiten für Spätentschlossene gab es am dritten Advent-Wochenende, auf der Suche nach dem ganz besonderen Weihnachtsgeschenk doch noch fündig zu werden. Vielerorts waren Künstler und Kunsthandwerker auf Weihnachtsmärkten und -ausstellungen präsent oder luden zum Schauen und Kaufen in ihre Werkstätten ein, so auch wieder in Rothen. Kunst vom Handtuch bis zum Gutshaus gab es zu entdecken. „Zum Handtuch“ nennt sich der kleine Straßenzipfel, in dem der Potsdamer Maler Reinhard Risch sein Atelier eingerichtet hat, in das er am Wochenende Einblick gewährte.

Gegenüber im Gutshaus zeigte Gabriele Lehsten edlen Schmuck. Besonders ins Auge stachen Armschmuck und Ketten aus Acryl oder auch die originellen Ohrringe, die für ihren Halt weder Clips noch Ohrlöcher brauchen. Auch Ulrike Steinhöfel stellte hier aus. Gleich im Eingangsbereich des Gutshauses zeigte sie Schönes aus Holz, vom Kerzenleuchter bis zum besonderen Möbelstück. Franziska Bielenstein und Takwe Kaenders begrüßten ihre Besucher im Pferdestall. Letztere hat zur Zeit „fünf Ausstellungen zu laufen“. Anhand eines Katalogs konnten sich Besucher über ihre Projekte informieren. Im Original zu sehen und zu kaufen gab es ihre Emailbilder und verschiedene Metallobjekte.

Die zukünftige Kinderbuchillustratorin Franziska Bielenstein – das sei zumindest ihr angestrebtes Ziel, verriet sie – zeigte zarte Zeichnungen und „Alte Schachteln auf Schachtel“. Die originell gestalteten und mit Porträts bemalten Streichholzschachteln ließen schmunzeln und ahnen, dass es an Kreativität und Talent für das angestrebte Ziel nicht mangelt.

In der Rothener Mühle erwarteten Tine und Wolf Schröter wieder ihre Besucher. Bereits zum 19. Mal luden sie in die Wintergalerie ein. Flechtwerk, Holzmöbel, Unikatmode und Accessoires aus eigener Werkstatt zeigen sie. Darüber hinaus bieten sie auch Künstlern anderer Schaffensbereiche eine Möglichkeit, ihre Arbeiten auszustellen und zu verkaufen. Zum „engeren Netzwerk“ gehören seit Jahren die aus Bayern stammende Glasgestalterin Ingrid Donhauser sowie die Schmuckgestalter Eva Laufer und Monika Bistram. Von letzterer geht gerade eine Kette mit passenden Ohrhängern über den Ladentisch, während Tine Schröter informiert:„Neu sind in diesem Jahr die Güstrowerin Bettina Bauer mit Schmuck und Anders-Keramik dabei.“

Zum Konzept der Rothener Mühle gehört auch, dass jedes Jahr ein Maler/eine Malerin hier Arbeiten zeigen kann. Dieses Mal sind es die farbintensiven Bilder der in Berlin lebenden und arbeitenden Mideele Schade – Blumen, abstrakte Landschaftsimpressionen, die die Wände im Untergeschoss schmücken. Aber auch im Obergeschoss konnten die Besucher etwas für eine leere Wand finden, Ungerahmtes in Mappen zum Blättern von Britta Matthies, Barbara Wetzel, Friedrich Fretwurst und Antje Fretwurst-Colberg.

Rege besucht wurde an diesem neblig-feuchten dritten Adventswochenende das Cafe „Zur Rothen Kelle“. Aufwärmen und eine kleine Pause bei Kaffee und Kuchen tat gut, bevor die nächste Kunst-Etappe in Angriff genommen wurde.







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