Ventschow : Kuhdamen bekommen Pediküre

Am Klauenpflegestand  im Einsatz: Fachmann Jens Rüter (l.)  und Manfred Berkholz.
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Am Klauenpflegestand im Einsatz: Fachmann Jens Rüter (l.) und Manfred Berkholz.

Manfred Berkholz und Jens Rüter arbeiten als selbstständige Klauenpfleger.

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18. März 2014, 17:05 Uhr


Es ist 7.30 Uhr: Im Stall der Produktivgenossenschaft in Görslow warten an die 65 Kühe der Rasse Holstein-Friesen auf Manfred Berkholz aus Wendorf und Jens Rüter aus Ventschow. Seit 25 Jahren arbeitet Manfred Berkholz als Klauenpfleger. Den Beruf hat er quasi von seinem Vater, Heinz Berkholz, übernommen, der seit 1968 als selbstständiger Klauenpfleger arbeitete. Das war bereits in der DDR möglich, wenn man nachweisen konnte, dass man so viele Betriebe unter Vertrag hatte, dass man davon existieren konnte.

Selbstständigkeit war damals und ist auch heute noch interessant, weil man für die Arbeit, die man leistet auch bezahlt wird. Man ist für sich selbst verantwortlich und kann sich seine Arbeitszeit selbst einteilen, findet Berkholz. „Jeder Tag ist anders, die Tiere sind anders. Selbst wenn wir regelmäßig in die Ställe kommen und oft dieselben Tiere zur Behandlung haben, ist dies oftmals in einer anderen Verfassung als Wochen vordem“, erzählt der 48-Jährige. Ihn wie auch seinen Mitstreiter Jens Rüter freut es, wenn das Tier an seinen Füßen wieder gesund ist und gut laufen kann.

Mit vereinten Kräften bringen die beiden Klauenpfleger den mobilen Stand vom Anhänger in die Stallecke. Den Arbeitsstand haben sich die Männer vor einem Jahr als Gemeinschaftskooperation angeschafft. Es ersetzt ein älteres Modell, mit dem sie im Dienste der Tierklauengesundheit von Grevesmühlen bis Neustadt Dosse unterwegs waren.

Stallmeister Holger Gabbert hat alles vorbereitet und mit Azubi Björn Gruel die ersten Tiere bereitgestellt. Der Stand wird auf dem Stallboden fixiert und die Absperrgitter angebracht. „Die Kühe finden jeden Durchschlupf“, weiß Jens Rüter. Er hat sich vor sieben Jahren selbstständig gemacht und solange arbeiten der Wendorfer und der Ventschower auch zusammen.

Das Stromkabel für die Hydrauliktechnik wird angeschlossen und die Männer binden sich ihre Schürzen um. Das sind stabile, feste Lederschürzen, die als Trittschutz dienen und mit Werkzeug wie Messer und Schere bestückt sind.

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