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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. Dezember 2017 | 20:51 Uhr

Sternberg : Kürbisse aus eigener Saat ungenießbar?

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Anneliese Wagner ist durch Meldungen in Gartensendungen verunsichert

von
erstellt am 25.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Phlox, Verbene und Herbst-Anemone blühen in Lila-Tönen, der Sonnenhut gelb. Rosen verströmen ihren Duft ebenso wie zahlreiche Kräuter, wenn man über deren Blätter streicht. In Kübeln stehen Blutblume und afrikanische Lilie ebenso in voller Blüte. Die Blätter des Rizinus (Wunderbaum) glänzen rötlich, das Mammutblatt, das hier schon 40 Jahre in der Erde steht, ist dank des vielen Regens in diesem Sommer besonders prächtig.

Anneliese Wagner ist Hobbygärtnerin aus Leidenschaft. Die Sternbergerin ist von früh bis zum späten Nachmittag in ihrem großen Garten, gönnt sich nur sonntags einen Ruhetag. Neben vielen Blumen und Stauden, in Form geschnittenem Buchs findet man bei ihr natürlich auch, was sich in der Küche zu schmackhaften Speisen verwerten lässt. Wobei die Sternbergerin in ihrem Garten auch gern einmal nicht Alltägliches anbaut wie Mexikanische Minigurke, Zitronengurke, Zwerg-Tamarillo (wird auch als brasilianische Samtpfirsich bezeichnet) oder indische Bohnen, deren Samen sie sich von einer Reise mitgebracht hat.

Auf ihrem Kompost hat die 77-Jährige fünf Hokkaido-Kürbisse entdeckt. Und ist ein wenig verunsichert. „Ich sehe regelmäßig Gartensendungen im Fernsehen und habe nun dort gehört, dass man Kürbisse von eigenem Saatgut nicht verwenden soll. Die würden bitter schmecken und könnten zu gesundheitlichen Problemen führen. Empfohlen wurde, Samen zu kaufen“, so Anneliese Wagner. Die Kürbiskerne hatte sie im vergangenen Jahr mit anderen Gartenabfällen auf den Kompost gegeben. „Kann ich die Kürbisse nun essen oder nicht?“, fragt unsere Leserin.

SVZ gab das Anliegen an Renate Reinbothe in Thurow weiter. Sie nehme auch eigenen Samen, oft von Kürbissen, so die Lehrerin für Biologie und Chemie im Ruhestand, und habe noch nie Probleme damit gehabt. Allerdings könnten sich ein Zierkürbis, der giftig ist und ein Speisekürbis, der in der Nähe wächst, bestäuben und dann auch Letzterer ungenießbar werden.

Auf eine mögliche Kreuzung von verschiedenen Gewächsen verwies auch Ursula Schönfeld, Heilpraktikerin und Diplom-Biologin in Weberin. „Ich habe das noch nie erlebt, aber ich nehme nur den großen gelben Kürbis von alten Zeiten. Ich kenne es von meinen Eltern, die nur die besten Kürbissamen genommen, getrocknet und dann verwendet haben.“ Ursula Schönfeld rät dazu, auf die eigene Stimme zu hören und bei Unsicherheit oder „wenn jemand sehr ängstlich ist“, Saatgut zu kaufen. „Jeder kennt seinen Garten doch am besten.“

Wobei sie wie auch Renate Reinbothe betont, dass sie für die Beantwortung dieser Frage keine Spezialisten seien und nur von ganz persönlichen Erfahrungen berichten können.

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