Sternberg : Künftig nur noch ein Ausgabetag

Das sind die fleißigen ehrenamtlichen Helferinnen der Kleiderkammer, rechts Ulrike Hunz.
Foto:
Das sind die fleißigen ehrenamtlichen Helferinnen der Kleiderkammer, rechts Ulrike Hunz.

Sternberger DRK-Kleiderkammer reagiert auf Unzulänglichkeiten. Altkleider werden nur noch bei persönlicher Abgabe angenommen

svz.de von
01. September 2017, 05:00 Uhr

Seit nunmehr 27 Jahren gibt es die DRK-Kleiderkammer in Sternberg. Eine Einrichtung, die von der damaligen Leiterin des DRK-Senioren-Büros, Antje Pöhls, und weiteren Mitstreitern ins Leben gerufen wurde. Ziel war es, Menschen zu helfen, die knapp bei Kasse sind, und diesen gegen einen geringen Obolus hauptsächlich Kleidung und Schuhe zu überlassen. Die Sachen sind Spenden von Bürgern, die diese nicht mehr benötigen. Jeweils zwei Tage in der Woche, montags und dienstags, hatte die Kleiderkammer bisher geöffnet. Und die Leute nahmen das Angebot gerne an.

Es sind 13 Ehrenamtliche, die die Kleiderkammer am Laufen halten. Und das mit viel Freude tun. Unter ihnen Marlies Hein, Hulda Fleischhauer, Roswitha Kelch, Hannelore Wieland, Renate Klockmann, Wally Romeiko, Sigrid Maier, Ursula Kindling, Anneliese Wagner, Elke Jenning, Inge Behrens, Gisela Hirch, Rosi Kelch, Angelika Witte und Ursula Laube.

Jetzt jedoch stehen notwendige Veränderungen ins Haus. In dieser Woche hatte die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Ulrike Hunz, alle Ehrenamtlichen zu einer Besprechung eingeladen. „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir das künftig handhaben“, so Hunz. „Denn das Verhalten der Menschen hat sich negativ verändert.“ In den bereitgestellten Containern finde man jetzt viel Müll, sogar Exkremente, Erbrochenes und anderes. Das könne man den ehrenamtlichen Helfern nicht mehr zumuten. Auch fein zerschnittene Kleidung werde darin entsorgt. Aber auch andere, beschädigte und verschmutzte Sachen, wo Löcher drin sind, fehlende Knöpfe usw. seien zu finden. Jeden Monat fallen Müll-Entsorgungskosten von rund 100 Euro an; das mache im Jahr stattliche 1200 Euro aus. „So hat unser Vorstand beschlossen, die Container in naher Zukunft abzuschaffen“, so Ulrike Hunz. „Und wir streben persönliche Abgaben der Spenden an.“

In einer konstruktiven Aussprache redeten sich die Helfer ihre Sorgen von der Seele. „Das Aufkommen war vor Jahren schon mal größer, und es kommen auch weniger Leute“, so Sigrid Maier. „Die meisten kommen am Montag zu uns. Und dienstags ist oft tote Hose. Da sitzen wir unsere Stunden nur ab.“ Ihr Vorschlag: künftig nur montags einen Ausgabetag. Und öfter einen Tag der offenen Tür, damit man die Sachen auch los werde und nicht darauf sitzenbleibe.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf ePaper.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen