Blankenberg : Kreis bleibt dabei: „Es gibt nichts Neues“

Nicht nur bei Kurven wie hier herrscht Überholverbot; die Sperrlinie auf der B 192 geht jetzt über drei Kilometer zwischen Warin und Blankenberg.
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Nicht nur bei Kurven wie hier herrscht Überholverbot; die Sperrlinie auf der B 192 geht jetzt über drei Kilometer zwischen Warin und Blankenberg.

Nach Erneuerung der Schwarzdecke jetzt durchgehende Sperrlinie zwischen Blankenberg und Warin. Das sorgt für Ärger bei Kraftfahrern

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05. September 2017, 12:00 Uhr

Warum gibt es auf der Bundesstraße 192 zwischen Warin und Blankenberg jetzt eine durchgehende Sperrlinie?“, fragten mehrere Leser bereits Ende Juli am „Heißen Draht“. Das sei doch bisher nicht so gewesen! In der Tat konnte man auf dem drei Kilometer langen Abschnitt zuvor gleich an mehreren Stellen überholen. Mit der Erneuerung der Schwarzdecke wurde das geändert.

Zwischen Warin und Blankenberg habe die Verkehrskommission „eine Unterschreitung der gesetzlichen Mindestsichtweiten unter Berücksichtigung der zusätzlichen Höchstgeschwindigkeit“ ausgemacht. „Bei 100 km/h beträgt die vorgeschriebene Mindestsichtweite 280 Meter“, verwies Susann Koch von der Pressestelle des Landkreises Ludwigslust-Parchim im Juli auf eine Richtlinie: „Bei 90 km/h sind es 220 und bei 80 km/h 170 Meter“. Sicherheit gehe immer vor, habe oberste Priorität, so Koch.

Kraftfahrer „maßen“ daraufhin mit ihrem Tacho nach und verwiesen am „Heißen Draht“ darauf, dass an mindestens zwei Stellen die Sperrlinie auf gerade Strecke länger als 270 Meter sei. In der Tat kommt man auf bis zu 350 Meter – geschätzt.

Eine erneute Nachfrage beim Landkreis brachte Folgendes: „Es gibt nichts Neues“, so Pressesprecher Andreas Bonin, „es wurde von allen Beteiligten so für richtig befunden und wird nicht mehr geändert!“

Der Trend gehe dahin, so Bonin, „im Sinne von mehr Verkehrssicherheit“. Die Kraftfahrer sollten dieses keineswegs als Schikane auffassen, es gebe eben „eine andere Einschätzung als vorher“, betonte er.

Die Untere Verkehrsbehörde des Landkreises beruft sich darauf, dass die alte Fahrbahnmarkierung nicht mehr geltendes Recht gewesen sei. Grundlage dafür bilden die „Richtlinien von Markierungen von Straßen aus dem Jahr 1982“. Jedoch gebe es immer wieder Anpassungen und Veränderungen – durch die Straßenverhältnisse, Unfallhäufungen oder den Bewuchs an den Straßenrändern etwa.

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