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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

16. Dezember 2017 | 00:40 Uhr

Brüel : Kostüme und Berge aus Altpapier

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Sammelaktion der Schulen auf dem Vogelstangenberg in Brüel fand eine überwältigende Resonanz: 17,5 Tonnen.

von
erstellt am 11.Okt.2015 | 21:11 Uhr

Ein Glück, dass die Organisatoren sich angesichts des freundlichen Wetters gleich entschieden, das Altpapier, das die Mädchen und Jungen aus den Schulen auf dem Vogelstangenberg in Brüel gesammelt hatten, auf dem Schulhof zu stapeln. Denn sonst wäre das eine arge Schlepperei geworden – erst alles ins Schulgebäude hinein und dann wieder nach draußen zum Container. Zuvor angedacht war, dass jede Klasse ihren Platz im Atrium bekommt. Ein bisschen Wettbewerb sollte auch sein, der Klasse mit dem größten Berg Altpapier winkten 50 Euro vom Schulförderverein.

Was Schüler und Eltern dann heran schleppten oder in Pkw brachten, teils mit Anhänger, übertraf selbst die kühnsten Erwartungen von Herbert Lesch, wie er am Ende gern zugab. Er ist Vorsitzender des Fördervereins, der die Aktion organisierte. „Wir machen das zum ersten Mal und wussten nicht, wie es angenommen wird. Ein Wagnis war das schon“, so Lesch. Umso mehr sei er „überwältigt“ von der Resonanz. Knapp 30 Kubikmeter Altpapier kamen zusammen.


So viele Fahrten, bis alles vom Hof ist


Der bereit gestellte Container fasst sieben Kubikmeter. „Wir hatten doch keine Ahnung, wie viel das wird, ob der Container vielleicht halb voll wird oder nicht mal das“, sagte der Vereinsvorsitzende. „Der Entsorger hat mir aber versprochen, so oft zu fahren, bis alles vom Hof ist.“ Überhaupt einen zu finden, sei mit am schwierigsten gewesen. „Bei öffentlichen Entsorgern führte kein Weg rein. Ich bin dann bei einem kleineren Betrieb gelandet, Wertstoffhandel Spaude in Güstrow. Der Chef macht das selbst. Er transportiert das Altpapier für uns kostenlos ab und zahlt 6,5 Cent pro Kilogramm“, erklärte Lesch.

Er hat von Kubikmetern umgerechnet und ist auf knapp 17,5 Tonnen gekommen. Das ergäbe mehr als 1100 Euro, mit denen der Förderverein Schulprojekte auf den Weg bringen möchte. Dieses Geld sieht Lesch als erfreulichen Nebeneffekt. Im Vordergrund habe gestanden, den Umweltgedanken sowie den Gemeinschaftssinn an der Schule weiterzuentwickeln. „Ich denke, beides ist gelungen, wenn man gesehen hat, mit welchem Enthusiasmus und Spaß die Schüler, ihre Eltern und Lehrer sich beteiligten“, meint der Vorsitzende des Fördervereins. Seine Lebensgefährtin Petra Wendlandt, Lehrerin an der Grundschule, fügte an, sie sei einfach „stolz auf die Eltern“. Beide haben nicht nur die
Werbetrommel gerührt, sondern auch selbst eine Menge Altpapier gesammelt, sowohl zu Hause als auch Lesch in seiner Firma. Da wurde dann ein Pkw-Hänger gebraucht. So wunderte es kaum, dass die 2a von Wendlandt mit fast neun Kubikmetern klar die Nase vorn hatte vor der 3a (3,44) und der 1a (2,80).

Zur ersten Altpapier-Party der Brüeler Schulen gehörte auch eine ganz spezielle Modenschau, moderiert von Angela Ludwig, Lehrerin für Deutsch und Kunst sowie Vorstandsmitglied im Förderverein. Sie hatte mit Schülern Kostüme aus Altpapier angefertigt, war dann aber selbst erstaunt, „wie kreativ die Kinder sein können“. Das fand auch Anja Goebel aus Langen Jarchow, Ihr Sohn Rone (7) geht in die 2a. Sie hat mit dem Pkw Altpapier mitgebracht und ist begeistert von der Modenschau. „Die Sachen sind total klasse. Und ich finde die ganze Aktion richtig gut. Sie hat einen Nutzen und ist für die Kinder ein großer Spaß.“

Drei Schüler wurden noch als Queen- bzw. King-Topmodel prämiert: Maximilian Aeberlin als Fußballer und Johanna Klabunde in rückenfreiem Minikleid mit fallenden Rüschen, Armbändern und witziger Brille, beide aus der Klasse 2a, sowie Eyleen Ranig aus der siebenten Klasse. Sie trug ein Stufenkleid und nahm, damit das schön bunt wird, Gedrucktes aus der Werbung.

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