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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

17. Oktober 2017 | 13:47 Uhr

Bibow : Konzertnachmittag voller Überraschungen

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Die Gruppe Novum pendulum gastierte erstmals in Bibow. „Shalom Chaverim“ als Kanon mit den begeisterten Zuhörern gemeinsam gesungen

Auf Einladung des Bibower Kirchenbauvereins und der Kirchengemeinde Warin-Bibow-Jesendorf gastierte die Gruppe Novum Pendulen zur besten Kaffeezeit am Sonntag in der Bibower Dorfkirche. Der Andrang war so groß, dass noch Sitzmöglichkeiten geschaffen werden mussten. Und das trotz sommerlicher Außentemperaturen.

Unter dem Beifall der zahlreichen Gäste gingen die Künstler durch die Reihen, um gleich mit dem Lied „Ale Brider“ zu beginnen. Sofort sprang der Funke über, mit rhythmischem Klatschen begleiteten die Zuhörer die Gruppe. Die sechs jungen Künstler verbindet die Freude an jüdischer Musik. Sie begannen in der Schulzeit mit gemeinsamer Musik und haben sich nie aus den Augen verloren. Seit zehn Jahren hält dieses Phänomen nun an, selbst ihre Entwicklung zum Erwachsenen, Arzt, Lehrer oder auch zu Eltern hielt sie bisher nicht davon ab, gemeinsam zu musizie-ren. Zwischenzeitlich haben sie ihre Wohnorte z. B. in Hamburg, Hannover, Berlin und Frankfurt/Oder. Mit den eigenen Kindern im Gepäck traten sie nun im Bibow auf.

Klezmer, das ist die Musik, beginnend im 18. Jahrhundert in Osteuropa, wo sich in den Shtetl lebendige Zentren der jüdischen Kultur entwickelten. Die jiddische Musik, der Klezmer, begleitete dabei den Alltag des Menschen, wurde zu Fest- und Trauertagen gespielt.

Ob Matthias Mischke am Klavier, Rahel Molzahn am Cello oder Roman Pogorzelski an der Gitarre, es war ein Vergnügen, ihnen zuzuhören. Der Solopart von Wenke Kummer am Marimbaphon oder auch an der Percussion bei „Aide Jano“ ist schon ein Leckerbissen. Die Klarinettistin Friederike Borngräber zeigte mit ihrer Darbietung beim „Arabischen Tanz“ ihr ganzes Können – hervorragend. Sänger Konrad Scheffler rundet das Ganze zu einem einmaligen Genuss ab. Mit dem von ihm gesungenen Schlaflied „Shlof mey Yankele“ ging es in die Pause, um danach den zweiten Teil mit dem „Mi madre“, einem einfühlsamen Lied, das den Müttern der ganzen Welt gewidmet ist, zu eröffnen. Die lustige Seite offenbarte er dann mit „Tsen Brider“.

 
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