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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

20. November 2017 | 14:54 Uhr

Ruchow : Konzert mit Kruzianern und Karl May

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Collegium Canticum aus Dresden begeisterte Publikum in der Dorfkirche Ruchow

Es waren wohl drei Dinge, die am Sonnabendnachmittag viel Publikum zum Konzert in die Ruchower Dorfkirche lockten. Ein Doppelquartett ehemaliger Kruzianer war angekündigt, das versprach musikalischen Hochgenuss, und dass Musik von Karl May zum Programm gehören sollte, machte neugierig. Außerdem bot sich für diejenigen, die das Festkonzert zur Einweihung der aufwändig restaurierten Orgeln der Kirche im Juni verpasst hatten, die Möglichkeit, nun deren Klang zu erleben.

Bei der Restaurierung der Ruchower Orgel 2014 in Dresden war der Kontakt zwischen Dr. Klaus Holzweißig und Stefanie von Laer geknüpft worden. Die Vorsitzende des Fördervereins „Historische Orgel zu Ruchow“ hatte in ihm nicht nur einen Sponsor, sondern auch einen leidenschaftlichen Orgelspieler und Freund der Musik gefunden. Er leitet das Vokalensemble „Collegium Canticum Dresden“, ein Doppelquartett ehemaliger Kruzianer, das am Sonnabend unter dem Titel „Ich seh den Himmelsglanz“ Vokalmusik aus fünf Jahrhunderten bot.

Kompositionen von Rudolf Mauersberger hatten die Sänger – in Verehrung für ihren ehemaligen Kreuzkantor – als Rahmen für ihr Programm gewählt. Schwebender Klang im Raum, Stimmen von der Empore und aus dem Altarraum, mit dem Adjutorium aus dem „Dresdner Te Deum“, boten sie gleich zu Beginn diesen besonderen Klangeffekt. Mit wunderschönen Chorsätzen von Thomas Morley, Giovanni Garibaldi und Heinrich Schütz gab es dann einen Abstecher in die Musikwelt der Renaissance und des frühen Barock. Dann erfuhr das Publikum, was Karl May ins Gefängnis Waldheim gebracht hatte und welche Wege zur Musik er dort fand.

 

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.




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