Wismar : Konzert für alten Ringlokschuppen

Musik für das Denkmal: Der alte Ringlokschuppen in Wismar.
Musik für das Denkmal: Der alte Ringlokschuppen in Wismar.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sammelt Geld für das 1848 eröffnete Wismarer Bauwerk

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12. August 2015, 12:00 Uhr

So etwas hat es in Wismar noch nicht gegeben: Am 15. August findet um 18 Uhr im alten Ringlokschuppen ein Benefizkonzert mit dem Per Arne Glorvigen Trio für das in die Jahre gekommene Bauwerk statt.

Die Künstler spielen unter dem Titel „Die Kunst der Fuge und des Tangos“ Werke von Johann Sebastian Bach, Juan Carlos Cobián, Astor Piazolla, Julio de Caro, Sverre Indris Joner und Pedro Maffia. Seit 1991 ist die gemeinsam von Deutschlandfunk (DLF) und Deutscher Stiftung Denkmalschutz (DSD) veranstaltete Benefizreihe „Grundton D“mit hochkarätigen Konzerten auf der Reise durch bedürftige Denkmale in ganz Deutschland. Die Erlöse aus den Konzerten kommen dabei direkt den Bauwerken zugute, in denen sie stattfinden.

Wie fast alle Denkmale, zu Gunsten derer in diesem Jahr Konzerte veranstaltet werden, ist auch der Ringlokschuppen in Wismar ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Der Bahnhof in Wismar wurde an der Eisenbahnstrecke Wismar-Bad Kleinen im Jahr 1848 eröffnet. Man hatte ihn auf den eingeebneten Flächen der einstigen schwedischen Stadtbefestigung errichtet. Der Lokschuppen wurde im Lauf der Jahrzehnte bis 1950 kontinuierlich an den sich ändernden Bedarf angepasst, später als Ringlokschuppen. Dieser ist im Grundriss ein viertelkreisförmiger Baukörper. Die Giebelseiten sind in Fachwerk ausgeführt, die Rückfront in verschiedenen Phasen gemauert. Zwölf Gleise sind erhalten. Dem Lokschuppen kommt in diesem Ensemble als wichtige technische Komponente des Bahnbetriebs eine zentrale Bedeutung zu. Die diversen erkennbaren Um- und Ausbaumaßnahmen machen das Denkmal besonders wertvoll. Es spiegelt sich daran die Entwicklung des Eisenbahnwesens von der Großherzoglich Mecklenburgischen Friedrich-Franz-Eisenbahn über die Mecklenburgische Landeseisenbahn bis zur Deutschen Reichsbahn in anschaulicher Weise wider.

Von der historischen Bahnhofsanlage stehen neben dem Lokschuppen auch das alte Empfangsgebäude, das Vorgebäude, die Bahnsteighalle, das Stellwerk W2, die Wasserstation an den Gleisen, der Güterschuppen an der Ladestraße unter Denkmalschutz.

Ein weiteres Konzert findet in diesem Jahr am 6. September im Heiligen-Geist-Hospital in Lübeck statt.

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