zur Navigation springen
Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

11. Dezember 2017 | 20:06 Uhr

Brüel : Königskette ist wieder daheim

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

21. Fest der Brüeler Schützengilde von 1425 auf dem Schießplatz.

von
erstellt am 01.Sep.2014 | 07:29 Uhr

Nach zwei Jahren des „Fremdgehens“ ist die Königskette als Zeichen des Brüeler Schützenkönigs wieder daheim. Lothar Trepzik, in bewährter Weise der Zeremonienmeister beim Fest der Schützengilde von 1425, ist der Nachfolger von Karsten Zietemann aus Göllin bei Bützow. Und dessen Vorgänger war der Langen-Jarchower Lothar Werth. Trepzik triumphierte bereits zum vierten Mal. Wann zuletzt davor, konnte er aber nicht aus der Stegreif sagen: „Das muss schon zehn Jahre her sein“.

Den Vogel unter den insgesamt 16 Königsschuss-Teilnehmern schoss indes Babette Neumann ab. Sie traf als Einzige eine Neun, bei einer Zehn als Volltreffer. Trepzik und der knapp geschlagene „1. Ritter“ Andreas Krüger sorgten für die beiden Achten.

Die 25-jährige Brüelerin hatte bereits bei ihrer ersten Teilnahme 2012 gewonnen. Das amtierende Königspaar trifft dann die Waffen-Wahl für den Königsschuss. „Statt des KK-Schießens auf 50 Meter wurde erstmals mit einem Revolver 22 Magnum auf 25 Meter geschossen“, so Werth vor Jahresfrist.

Da ließen sich Karsten Zietemann und seine Schützenkönig-Partnerin Anette Vollmann (Brüel) beim 2014er-Königsschuss am 21. Juni natürlich nicht lumpen. Sie entschieden sich für einen Vorderlader, Kaliber 12,7 mm, stehend freihändig auf 50 Meter Entfernung. Als Ziel diente eine Rehbockscheibe in Lebendgröße. Hinter der 11,5 Gramm schweren Bleikugel, die übrigens mit einem in Rindertalk, Schweineschmalz und Bienenwachs gefetteten Leinenstück „gepflastert“ wurde, wie die Schützen sagen, zündete eine Schwarzpulverladung von 4,8 Gramm.

Nach dem die Königskette als Insigne um Trepziks Hals hing, was zuerst in der Eile wegen der auf Schnappschüsse wartenden Fotografen vergessen wurde, dankte der neue Schützenkönig den Abordnungen von 16 Schützenvereinen und -zünften von Sternberg und Neukloster bis Vielank; von Hamburg bis Neubukow für ihr Kommen. Und er versprach, auch dies ist Usus beim Treff der Schützenbrüder, dass er „mit der Königin rumgeht und ,Schnäppis‘ verteilt. Und natürlich“, so Trepzik weiter, „gibt’s hundertprozentig Freibier.“ Das Los eines Schützenkönigs, er darf sich nicht lumpen lassen!

Begonnen hatte der gestrige Tag mit einem gut zwei Kilometer langen Umzug vom Bahnhof zur Festwiese am Weg zum Roten See. Angeführt – wie seit gut zwei Jahrzehnten – vom Blasorchester Dorf Mecklenburg, ging es durch die Stadt. Wer da ab 9.30 Uhr noch nicht wach war, wurde durch die Schwarzpulver-Salven aus den Handböllern der Mitglieder des Schützenvereins Ostufer Schweriner See sowie der Glaisiner Böllertruppe geweckt. Die Dorf Mecklenburger fungierten zugleich als Wetterboten. „Wenn wir dabei sind, regnet es beim Marsch nie“, sagte Blasmusikchef Volkmar Tiede. So war es auch gestern. Auf der Festwiese angekommen, gab’s zur „Begrüßung“ zwar einen Husch von oben. Aber zehn Minuten später schien die Sonne wieder.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen