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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. September 2017 | 03:39 Uhr

Neukloster : Klosterkirche bis ganz oben eingerüstet

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Dem Objekt wurde der Status „Bauwerk Nationaler Bedeutung“ zuerkannt.

svz.de von
erstellt am 13.Sep.2017 | 12:00 Uhr

Das riesige Gerüst an der Klosterkirche von Neukloster reicht bis zur Spitze hinauf. Guido Siebert von der Stiftung Denkmalschutz in Mecklenburg-Vorpommern verrät: „Hier mit der Klosterkirche läuft derzeit, wie unschwer zu erkennen, eine Maßnahme, an der wir beteiligt sind.“

„Die Klosterkirche wurde in den 1860er-Jahren zum letzten Mal umfassend saniert und umgestaltet. Zeugnisse sind der Vieringsturm (Dachreiter) sowie die neugotische Innenausstattung der Kirche. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Dach umgedeckt“, weiß Neuklosters Pastor Jens Krause und erläutert weiter: „Derzeit gibt es massive Schäden am mittelalterlichen Dachstuhl. Das Dach muss dringend neu eingedeckt und schadhafte Stellen am Mauerwerk ausgebessert werden.“

Geplant sei in den nächsten Jahren eine Sanierung des gesamten Kirchengebäudes. Im Jahr 2016 bekam die Kirche den Status „Bauwerk Nationaler Bedeutung“ zugesprochen.“

Derzeit ist die Kirche von unten bis ganz oben eingerüstet, die Arbeiten am Vieringsturm haben begonnen. Hier werden schadhafte Kupferbleche ausgetauscht und ein Teil der Kupferabdeckung wird erneuert. Die Arbeiten werden sich am Chordach, sowie dem Dach des südlichen Querhauses einschließlich Dachstuhl fortsetzen. Da die Klosterkirche einst mit Mönch- und Nonnenziegeln gedeckt war, wird sie auch mit solchen Steinen wieder eingedeckt.


2,1 Millionen Euro allein für die Außensanierung


Finanziert wird der erste Bauabschnitt durch Mittel des Bundes, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Stiftung (KIBA) – kirchliches Bauen, durch Patronatsmittel und Eigenmittel der Kirchengemeinde. Der Umfang der derzeitigen Baumaßnahme beträgt 600 000 Euro. Für die Außensanierung der Klosterkirche sind rund 2,1 Millionen Euro veranschlagt. Weitere Mittel werden für die Innensanierung benötigt.

„Die Beteiligung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz an den Kosten des ersten Bauabschnittes liegen“, so verriet Guido Siebert, „2016 und 2017 bei jeweils 10  000 Euro“. „Und für 2018 haben wir bereits einen neuen Antrag gestellt. Der Zuschuss wird sich ebenfalls auf 10 000 Euro belaufen“, ergänzte Pastor Krause.  


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