Tempzin : Klostergemeinschaft auf Zeit

Die Teilnehmer der Ora-et-labora-Woche in Tempzin haben sich vor dem Warmhaus zum Gruppenbild aufgestellt.
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Die Teilnehmer der Ora-et-labora-Woche in Tempzin haben sich vor dem Warmhaus zum Gruppenbild aufgestellt.

Noch bis Sonntag gibt es wieder eine Ora-et-labora-Woche in Tempzin.

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13. März 2014, 23:42 Uhr

Lilien aus einem Hofgarten in Berlin blühen künftig im Klostergarten in Tempzin. Mitgebracht hat sie Werner Knuth. Der 82-Jährige gehört zu den Teilnehmern der Ora-et-labora-Woche im Pilger-Kloster Tempzin, die am Montag begonnen hat und am Sonntag endet. Zu seiner Wohnung in der Hauptstadt gehört auch ein Hofgarten, der nun im Zuge der Bauverdichtung verschwinden wird. „Ich musste erleben, wie ein Bagger diese botanische Kostbarkeit zerstört“, erzählt er. Die Lilien habe er retten können und gibt ihnen nun einen neuen Platz in Tempzin.

Werner Knuth kennt den Ort seit 1994. Er war – wie viele andere auch – durch ein Faltblatt auf die Angebote des Vereins Pilgerherberge Kloster Tempzin aufmerksam geworden. Dreimal war er dann mit auf den Pilgerweg gegangen, das erste Mal noch von Sternberg aus. „Die Ora-et-labora-Wochen haben mich besonders angesprochen, weil sie eine geistliche Vertiefung sind, verbunden mit Arbeit im Freien auf dem weitläufigen Gelände“, begründet der Berliner. Als Gartenfreund kümmert er sich in dieser Woche um die Außenanlage und besonders um die kleine „Baumschule“, wo 50 Eschen heranwachsen.

Ingeborg Classen kommt aus Buchholz in der Nordheide. Auch sie ist nicht das erste Mal in Tempzin. Einmal über Silvester, zum zweiten Mal bei der Ora-et-labora-Woche dabei, schätzt sie die Gemeinschaft, auf die sie hier trifft. Und die ist „sehr offen, sehr herzlich. Jeder bringt sich mit seinen Kräften und Möglichkeiten ein. Dadurch entsteht ein schönes Ganzes“, sagt die Buchholzerin, die als Ergotherapeutin mit behinderten Kindern arbeitet und jetzt dank der Ferienzeit in ihrem Bundesland „frei“ für Tempzin ist. Auch sie hilft da mit, wo sie gebraucht wird; bei der Gartenarbeit – „zuhause habe ich keinen“ –, oder beim Reinigen und Putzen im Warmhaus oder in der Pilgerherberge.

In den Ora-et-labora-Wochen räumt, pflegt, saniert und gestaltet denn auch eine „Kloster-Gemeinschaft auf Zeit“ in den Gebäuden und im gesamten Klosterbereich.

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