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Brüel und Warin : Kleine „Wasserratten“ ganz groß

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Während das eine Schwimmlager mit einem Badetag der ganzen Schülerschaft endet, wird das andere wegen schlechten Wetters verlängert.

Still ist es im Strandbad Wariner See. Möwen ziehen ihre Kreise auf der Wasseroberfläche. Klaus Fröhlich und Hannah Kroll vom Wariner Ortsverband der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind mit der Reinigung beschäftigt. „Die Gäste sollen sich wohlfühlen und nicht verletzen“, betont Fröhlich, während er den Strand am Freitag von Ästen befreit, die über Nacht an Land gespült worden sind. Kroll misst die Wassertemperatur. 20 Grad zeigt das Thermometer. „Wenn die Sonne scheint, dann wird das Wasser noch wärmer“, sagt sie.

Die Ruhe währt nicht lang. 34 Jungen und Mädchen der Fritz-Reuter-Grundschule nehmen die Wiese in Beschlag. Rasch legen sie ihre Handtücher auf die Sitzbänke, ziehen Badeanzug und -hose an. Sie können es kaum erwarten, ins kühle Nass zu springen. „Mittwoch und Donnerstag ist unser Schwimmlager leider wegen des schlechten Wetters ausgefallen“, erklärt Sportlehrerin Antje Hausmann die Aufregung. Kräftige Regengüsse, Schaumkämme auf dem See, einige Wellen schlugen sogar über den Steg – an Baden war da nicht zu denken. „Viel zu gefährlich“, meint Klaus Fröhlich. Damit die Kinder keinen Nachteil haben, werde das Schwimmlager Montag und Dienstag noch stattfinden, kündigt Antje Hausmann an. Vorausgesetzt, der Wettergott meint es gut mit den Wariner Grundschülern.


200 Meter von Boje zu Boje auf Zeit


17 Drittklässler bereiten sich auf die Schwimmstufe Bronze vor. 200 Meter müssen sie dafür auf Zeit schwimmen. Von Boje zu Boje ist eine Strecke 50 Meter lang. „Ihr schafft das und macht das super“, motiviert Antje Hausmann vom Steg aus. Jill ist die erste. Ihre Zeit: 5:55 Minuten. „Das war ganz schön anstrengend. Gleich muss ich noch tauchen“, sagt die Neunjährige. Sie ist aus der Puste, aber stolz, dass sie es geschafft hat. Mit einem Becher Tee in der Hand und im Bademantel wärmt sie sich auf und schaut den Nichtschwimmern beim Unterricht zu.

Die Grundschule Brüel hat ihren Unterricht ins Waldbad am Roten See verlegt. Schwimmtag steht auf dem Stundenplan. „Die Aktion ist eine Belohnung für alle Schüler, weil sie das ganze Schuljahr über so toll mitgearbeitet haben“, erzählt Petra Wendlandt, Klassenleiterin der 3a. Ihre Klasse hat zusammen mit einer weiteren dritten Klasse zwei Wochen ein Schwimmlager am Roten See absolviert. Mit Erfolg. „Drei Kinder haben das Seepferdchen gemacht, acht Bronze und neun Silber. Alle haben Schwimmen gelernt“, sagt sie voller Stolz. Wendlandt ist ehrenamtlich als Schwimmlehrerin beim Wasserrettungsdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes Parchim (ASB) tätig und wirft zusammen mit Lehrerin Heike Wiechmann vom Steg aus einen Blick auf die kleinen „Wasserratten“. Denen macht das Baden und Plantschen sehr viel Spaß. „Ich habe jeden Tag Tauchen geübt, weil ich am Anfang nicht so weit gekommen bin. Aber dann hat es geklappt“, erzählt Emma begeistert. Ihr Klassenkamerad Marvin hatte anfangs Schwierigkeiten mit dem Kopfsprung. „Es war eher ein Bauchplatscher“, gibt er ehrlich zu.

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 15.Jul.2017 | 05:00 Uhr

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