Zirkus in Warin : Kleine Artisten ganz groß

Tierisch was los in der Manege ist bei der Pony-Dressur-Show. Fotos: Wibke Niemeyer
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Tierisch was los in der Manege ist bei der Pony-Dressur-Show. Fotos: Wibke Niemeyer

Die Projektwoche der Grundschule Warin endet mit einer öffentlichen Vorstellung. Das Zelt ist bis auf den letzten Platz gefüllt.

svz.de von
18. September 2017, 12:00 Uhr

Lange Menschenschlangen bilden sich an der Kasse und am Eingang des Zirkuszeltes im August-Cords-Park in Warin. Ein Duft von Popcorn und Zuckerwatte liegt in der Luft. Eltern, Großeltern, Geschwister und andere Besucher sind da, um sich die öffentliche Vorstellung der Wariner Grundschüler anzusehen. Zirkus fasziniert Kinder und Erwachsene seit jeher. „Ich freue mich auf die Darbietung meiner Enkelin Fenja und werde klatschen, was das Zeug hält“, sagt Karla Mittelbach aus Warin. Recht überrascht über den großen Besucherzulauf zeigt sich Anja Griese vom Schulförderverein, der sich um die Finanzierung der Projektwoche gekümmert hat. „Dank vieler Sponsoren haben wir sogar einen Überschuss, von dem nun weitere Projekte finanziert werden können“, erzählt die Schatzmeisterin.


Bunte Kostüme statt Sportkleidung


Eine Woche mit echten Herausforderungen in Artistik, Jonglage, Clownerie und Zauberei liegt hinter den Schülern. Für die Vorstellung haben sie Sportkleidung in bunte Kostüme getauscht. Jeden Tag haben sie am Trapez oder auf dem Seil voll Eifer und Fleiß in der Manege geübt (SVZ berichtete). „Aus unseren Schülern sind echte Artisten geworden. Es wurden sogar kleine Talente entdeckt“, ist Schulleiterin Dagmar Arndt sichtlich stolz auf ihre Schützlinge. Die Generalprobe am Vormittag habe „super geklappt“, so Arndt.

Bei den kleinen Artisten macht sich vor Vorstellungsbeginn etwas Nervosität breit. Die gehört aber dazu. „Mein Herz schlägt ganz schnell“, gibt die achtjährige Hildie ehrlich zu. Und dann heißt es auch schon Vorhang auf und Manege frei! Die Viertklässler Kim und Meggin schlüpfen mit Glitzer-Hut und -Weste verkleidet abwechselnd in die Rolle des Zirkusdirektoren. „Herzlich Willkommen im Circus Baldini“, begrüßt Kim die Besucher. Das Zelt ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Manch einer muss sogar stehen. „Knapp 500 Menschen können hier sitzen“, sagt Rocky Krämer, der mit fünf weiteren Artisten die Woche über das Training geleitet hat.

Das Programm startet mit einer Pony-Dressur-Show. Hier ist tierisch was los in der Manege, aber die Minishettys hören auf die Kommandos.

Zehn Schüler zeigen anschließend, was man mit einem Hula-Hoop-Reifen alles machen kann, nämlich nicht nur um die Hüften kreisen lassen. Das Publikum klatscht begeistert im Rhythmus mit. Das viele Trainieren hat sich gelohnt. Die Handgriffe sitzen.

Bälle und Ringe fliegen bei den Jongleuren in die Höhe. Hoch hinaus geht es auch für die Seil- und Trapeztänzer. Von Nervosität nun keine Spur mehr. Sicher zeigen die kleinen Künstler ein Kunststück nach dem anderen. Der heimliche kleine Star ist die zweijährige Tracy. Sie ist das jüngste Mitglied im Circus Baldini und wächst von klein auf mit dem Leben als Artist auf.

Bei den Clowns bleibt kein Auge trocken. Der Versuch, ein gemeinsames Foto als Erinnerung zu schießen, scheitert.

Pause. Die dient zur Stärkung und zum Kraft tanken. Danach zeigen die Lehrer, welches unbekannte Talent in ihnen steckt. Oliver Greve, Angela Hahn und Praktikantin Jasmin Tieck präsentieren eine Feuershow. Damit endet eine besondere Woche.

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