Brüeler Weihnachtmarkt : Klein, aber fein und total lecker

Die   vierjährige Mia Sophie Gettler lässt sich ihre heiße Schokolade schmecken und wärmt sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt etwas auf.  Fotos: Thomas Stengel
1 von 5
Die vierjährige Mia Sophie Gettler lässt sich ihre heiße Schokolade schmecken und wärmt sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt etwas auf. Fotos: Thomas Stengel

Der Brüeler Weihnachtsmarkt ist zwar nicht groß, aber genau das schätzen die Einheimischen an ihm. Allerlei Feines begeistert Leib und Seele.

svz.de von
15. Dezember 2013, 14:34 Uhr

Zu einem Weihnachtsmarkt gehören für viele Menschen Buden mit allerlei Krimskrams, dampfender, fruchtiger Glühwein und knackige Bratwurst. Weihnachtliche Klänge sollen für die passende Stimmung sorgen. Hier und da soll es was zu entdecken geben. Dass es dabei nicht um die Größe des Weihnachtsmarktes oder die Anzahl seiner Stände geht, macht der Brüeler Bürgermeister Hans-Jürgen Goldberg gleich zur Eröffnung des hiesigen klar: „Es ist ein kleiner Weihnachtsmarkt, aber trotzdem ist es ein feiner“, sagt er am Samstagvormittag auf dem Marktplatz vor dem Rathaus.

Dort haben die Organisatoren einen vorweihnachtlichen Ort von Einheimischen für Einheimische geschaffen: „Die Menschen kommen her, um sich zu treffen, zu schnacken, einen Glühwein zu trinken oder lange Nicht-Gesehene einfach mal wieder zu treffen“, erzählt die 44-jährige Heike Wiechmann aus der Vorbereitungsgruppe. Bereits zum vierten Mal haben sie und ihre acht Kollegen den Brüeler Weihnachtsmarkt zum Leben erweckt. „Wir freuen uns jedes Jahr über die zahlreichen Besucher. Dass es diese Jahr sogar schätzungsweise rund 200 Einheimische sind, ist fantastisch“ so Heike Wiechmann. Sie und ihr Organisatoren-Team hegten die ersten Planungsideen zum diesjährigen Weihnachtsmarkt bereits nach dem Stadtfest Anfang Juni. „Die Vereine meldeten sich teilweise sogar selbstständig bei uns und fragten, ob sie ihren Stellplatz vom vorherigen Jahr wieder haben könnten“, erzählt Silke Aselmeyer. Ihr Kollege Frank Schreiber bedankt sich für die tolle Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Vereine und Organisationen. „Da gehen Volkssolidarität mit Schützen- und Fußballverein Hand in Hand mit der Feuerwehr – es ist prima.“ Besonders letzteren danken die Veranstaltungsplaner besonders für die Hilfe mit dem Aufbau des Marktes. „Die Jungs packen immer mit an und sind ja selbst hier ein Teil des Weihnachtsmarktes“, so Heike Wiechmann.

Die Leistung aller Beteiligten kommt auch bei den Besuchern an. Siegfried Förster-Pfahls bringt es kurz und knapp auf den Punkt, was viele Besucher merken: „Der Weihnachtmarkt hier wird von Jahr zu Jahr besser!“ Lob gibt es auch vom Ehepaar Güttler, „denn die Bratwurst schmeckt, der Glühwein schmeckt ein – schöner Weihnachtsmarkt.“ Eine weitere Brüeler Familie zieht ihr Fazit so: „Nicht nur klein und fein, sondern total lecker.“

Obwohl sich am Samstag viele Besucher dick in Winterjacken eingepackt hatten, waren besonders die Jüngsten und Älteren schnell durchgefroren. Auch daran hat die Vorbereitungsgruppe gedacht, in der Bibliothek und der Heimatstube konnte sich von den Temperaturen um die null Grad aufgewärmt werden. Zudem wurde auch drinnen viel geboten: Neben einer Tombula und dem „Fairen Lädchen“ begeistere die Märchenecke und die Bastelstraße die Kleinsten. „Wir basteln mit den Kindern kleine Faltkerzen, das geht schnell und bringt ihnen Spaß“, sagt Anke Zelas, Jugendsozialarbeiterin vom Mehrgenerationenhaus. Es freut sie, dass die Kinder die Bastelstraße so gut annehmen. Es sei immer was los, erzählt sie freudig.

Abgelenkt werden könnten sie nur durch den köstlichen Waffelgeruch, der sich durch die Flure verbreitete. Marlies Schulz von der Rheuma-Liga brachte die Waffel-Eisen förmlich zum Glühen, denn die heißen Leckereien waren sehr beliebt. „Ich gebe mein Bestes, immer für frischen Nachschub zu sorgen, erzählt sie guter Laune. Aufwärmen ging aber auch draußen durch die heißen Gerichte vom Anglerverein “Roter See“ e.V. Neben der Soljanka war die selbst angefertigte, deftige Fischsuppe vom Vorsitzenden Karsten Löwe ein richtiger Besucherliebling. „Darin sind Köhler, Läng und Dorsch, die ich alle erst selbst in Norwegen gefangen“, erzählt der 45-jährige Angelfan.

Kleine Geschichten wie diese, ließen sich beim Brüeler Weihnachtsmarkt an jeder Ecke finden. Ein Glück, dass die nicht soweit auseinander lagen. Denn wer weiß, ob der Markt dann noch immer diesen kleinen, feinen Charme versprüht hätte, den die Einheimischen so zu schätzen wissen..

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen