Konzert in der Dorfkirche Bibow : Klassik, Film und Musical

Die Gruppe Bernstein  aus Rostock trat nach acht Jahren wieder in der Dorfkirche Bibow auf.
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Die Gruppe Bernstein aus Rostock trat nach acht Jahren wieder in der Dorfkirche Bibow auf.

Die Rostocker Gruppe „Bernstein“ begeistert mit umfangreichem Repertoire.

svz.de von
10. Mai 2017, 12:00 Uhr

Nach acht Jahren machte die Gruppe Bernstein aus Rostock wieder Station in der Bibower Dorfkirche. Auf Einladung des Bibower Kirchenbauvereins und der Kirchgemeinde Warin/Bibow/Jesendorf unterhielt sie das Publikum mit einem umfangreichen Mix aus Klassik, Film und Musical.

Den ersten Teil widmeten die Sänger ganz dem Thema Liebe. Dass eine Frau durch die Liebe erst schön wird, ist nicht neu, hört sich aber gesungen gut an. Auch das Bel Ami Glück bei den Frauen hat und in einer Nacht im Mai gern in den Himmel hineintanzt – alles sei den Vorkriegsfilmen gedankt. Egal!

Ernsthafter ging es schon zu, als es im von Ralf Schlotthauer vorgetragenen Gedicht von Heinz Schenk hieß: „Es ist alles nur geliehen.“ Dieser, bekannt aus der früheren hessischen Unterhaltungsshow „Zum Blauen Bock“, kam in seinem Gedicht zu der Erkenntnis, „Musst du eines Tages gehen, lässt du alles hier zurück“.

Das ließ den einen oder anderen Zuhörer schon nachdenklich werden. Doch das Ensemble beruhigte das Publikum mit dem Versprechen, dass es irgendwo auf der Welt ein kleines bisschen Glück gibt. Dazu der Hinweis, dass man keine Millionen braucht, um glücklich zu sein – das hat wahrscheinlich jeder schon einmal selbst erfahren. Den Filmmusikteil beendete die allzu menschliche Weisheit: In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine und die ist auch nicht nur zum Schlafen da. Nichts Neues, aber man hört es gern.

Ralf Schlotthauer und seine Sangespartnerinnen stellten Mary Poppins vor mit dem Gesundheitstipp „Mit dem Teelöffel Zucker nimmst du jede Medizin“. Allein die temperamentvolle Darbietung war wie im Lied gesungen schon supercalifragilisticexpialigetisch! Und wer‘s nicht glaubt, kann ja bei Shakespeare nachschlagen.

Wenn es nicht klappt, kann man ja immer noch jammern, dass alles so schön sein könnte als friedlicher Bürger. Dass auch noch Eliza Doolittle ihren Senf dazu gab, dass es gerade grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen, begeisterte die Zuhörer.

Zum Abschluss wollte Ralf Schlotthauer noch pünktlich zum Altar gebracht werden, was seine beiden Begleiterinnen auch voll in Angriff nahmen.

Die zahlreichen Zuhörer – die Kirche war voll besetzt – quittierten die wunderbaren Darbietungen mit nicht enden wollendem Applaus.


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