Sternberg : Klasse Nachwuchs auf der Bühne

Gänsehaut pur im Saal und dann tosender Beifall für Mathias Krause-Rohde und Tochter Zoè Rohde (8); an der Gitarre Jens Trautmann.
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Gänsehaut pur im Saal und dann tosender Beifall für Mathias Krause-Rohde und Tochter Zoè Rohde (8); an der Gitarre Jens Trautmann.

Der Sternberger Carneval Club begeistert das Publikum – und bietet dabei neben gut bekannten Gesichtern junge Akteure auf.

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19. November 2017, 20:45 Uhr

Jetzt geht die Party los, verkündet Zeremonienmeister Eckardt Meyer nach einem gut zweistündigen Programm. Mit dem hatte der Sternberger Carneval Club (SCC) sein Publikum zuvor einmal mehr begeistert und in Hochstimmung gebracht – ob durch temperamentvolle Tänze bei flotter Musik, Sketche oder Büttenreden.

„Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen“, leitet „Ecky“ Meyer den Abend ein. Nach kurzem Gastspiel in der Sporthalle finde die Veranstaltung wieder auf der Bühne statt, auf der 1980 der SCC gegründet worden ist. „Wieder zu Hause“ fühlt sich auch Präsidentin
Andrea Thiele und bedankt sich bei den Inhabern des jetzigen Hotels „Dreiwasser“, Jörg Broscheit und Lebensgefährtin Antje Zscherpe, die den SCC bei der Ausgestaltung des Saals unterstützt, ihm aber auch freie Hand dabei gelassen hätten. Zumal es, wie sich jedes Jahr zeigt, kreative Köpfe und fleißige Hände gibt, die das Publikum dann im Programmverlauf nicht sieht, ohne die alles jedoch undenkbar wäre.


Franziska, Paul, Max und Zoè

Das gilt ebenso für Sophie Lohse und Sabrina Täufer, die die Feuersternchen trainieren, mit sechs bis zehn Jahren die jüngsten Akteure auf dem Tanzparkett, Anne Schumacher, Christin Nordhaus und Steffi Zender, die Funkengarde und Superkids unter ihren Fittichen haben, oder Alicia Pankow, die das Tanzmariechen Nathalie Vossler anleitet. Das Tanzpaar Mira Dziekan und Lucy Thiele trainiert sich selbst, in diesem Jahr mit Unterstützung der Parchimer Tanzschule Röber.

Zu den jungen Tänzerinnen gesellen sich Gleichaltrige auf der Bühne, die sich neben erfahrenen Karnevalisten wie Jan Markowski klasse schlagen. Die 17-jährige Franziska Schumacher agiert als Azubine von Präsidentin und Zeremonienmeister. In einer Ausbildung steht sie nach ihrem Abschluss an der Regionalen Schule Brüel tatsächlich – zur Kauffrau für Büromanagement. Deshalb jetzt in Schwerin, bleibe weniger Zeit für den Karneval. Bis Saisonende im Februar möchte die Brüelerin aber auch weiter in der Funkengarde tanzen und danach gern weitere Sprechrollen beim SCC übernehmen. Dieser Abend hat ihr bei aller Aufregung viel Spaß gemacht.

Paul Fregien aus Groß Raden stand bereits mit zwölf Jahren in der Bütt. Zwei Jahre älter, macht er allen klar, warum und wie er Schulsprecher werden will. Wenn er vorgehe wie Trump, könnte das klappen. Der zehnjährige Max Gotham klagt unterdessen sein Leid, dass „das Leben als Kind doch ’ne Qual“ sei.

Und dann sitzt oben auf der Treppe zur Bühne Zoè Rohde (8) mit ihrem Vater Mathias Krause-Rohde. Sie singen „Du hast ’nen Freund in mir“.
Gänsehaut pur im Publikum, das mit tosendem Beifall nach der ersten noch eine zweite Zugabe fordert. Für die reicht die Zeit allerdings nicht.

Es scheint, um Nachwuchs muss dem Sternberger Elferrat nicht bange sein. Das findet auch Eckardt Meyer, bevor er auf den Wolf eingeht, der wieder da sei, durch die Wälder streife und sich vermehre. Er habe Kohldampf und könne sich Schafe wie Rinder aussuchen, die für ihn in Reih’ und Glied stünden. Der Wolfsminister wolle aber nur bei
atypischem Verhalten der Raubtiere eingreifen.

Bei einer Zeitreise von Andrea Thiele, Manuela Reimer und Manuela Huth, angefangen bei der Kita-Eröffnung 1972 bis heute, bekommen auch die Jamaikaner ihr Fett weg, der Sternberger Bürgermeister bleibt gleichfalls nicht verschont. Und wer den Wortwechsel von Mathias Krause-Rohde und Thomas Blum als Rolf Herricht und Hans-Joachim Preil hört, meint im Kessel Buntes zu sein. Die Beiden beherrschen das Repertoire wie einst die Originale.

Apropos Originale, die gibt es bekanntlich auch beim SCC. Sie verkünden das Motto für das neue Gala-Programm im Februar: Ob junger Spund, ob altes Eisen, lasst uns durch die Zeit heut reisen! Und sicher wird dann auch das Männerballett wieder das Publikum mitreißen.

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