zur Navigation springen

Dankesgottesdienst in Sternberg : Kirche soll Besuchermagnet der Region werden

vom

Dankesgottesdienst zum Abschluss der Bauarbeiten in Sternberg: Die Stadtkirche, die am höchsten Punkt Sternbergs erbaut ist, soll nun Besuchermagnet und Zentrum einer lebendigen Gemeinde werden.

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2012 | 12:38 Uhr

Sternberg | "Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben." Die Stadtkirche, die am höchsten Punkt Sternbergs erbaut ist, soll nun Besuchermagnet und Zentrum einer lebendigen Gemeinde werden. Bischof Dr. Andreas von Maltzahn zitierte am Sonntag in seiner Predigt zum Dankgottesdienst die Jugenderinnerungen einer Sternbergerin an lebendige Kinder- und Festgottesdienste zu Weihnachten. Die Kirche sei wichtig für einzelne Menschen und wichtig für die Stadt.

Neben dem Dank und der Freude über die sanierte Kirche sprach er auch die Nöte der Gemeinde, wie beispielsweise die vakante Pastorenstelle, an. "Es darf sie als Gemeinde nicht runterziehen, die Gründe liegen nicht bei Ihnen", machte er ihnen Mut. Sternberg könne ein Zeichen setzen: Er hoffe hier auch auf ökumenische Gottesdienste. Schon jetzt ist die Kirche ein offener Ort für alle Menschen, der auch städtebaulich wieder in den Mittelpunkt gerückt wurde.

Bürgermeister Jochen Quandt: "Mit dem Rückbau des Postanbaus und der Sanierung des Marktplatzes kommt die Kirche wieder ins Zentrum". In den Abend- und Morgenstunden wird der Bau wirkungsvoll angestrahlt. Im Sommer sorgen Ehrenamtliche dafür, dass sie für Besucher und Touristen begeh- und erlebbar ist.

"Viele kommen mehr als einmal", weiß Heike Lohse vom Kirchengemeinderat. Aus Gesprächen hat sie erfahren, dass Besucher der Region sich vom weit sichtbaren Gotteshaus anlocken lassen. Die sanierte Kirche bietet Platz für hochkarätige Kulturveranstaltungen wie das kürzliche Konzert von Gerhard Schöne oder der Auftritt des Kreuzchores, erklärt Heike Lohse das Konzept des Kirchengemeinderates, um Menschen in das Bauwerk zu ziehen. Dass die Reformationsgedächtniskirche zu Sternberg einen Namen habe, weiß sie von den vollen Bänken an Weihnachten oder zum Reformationsgottesdienst.

Den Mitgliedern des Kirchengemeinderates, die ohne einen Pastor auskommen müssen, fallen nun mehr Aufgaben und Pflichten zu.

Sie organisieren Gottesdienste, sorgen dafür, dass ein Pastor aus der Umgebung predigt. "Das bringt uns die Gemeinde näher", so Karin Taubenheim, die ebenfalls im Rat tätig ist. Die zurückhaltende Frau, erinnert sich noch gut daran, wie "unwahrscheinlich schwer es ihr zu Anfang gefallen ist", die Psalmen im Gottesdienst als Lektor zu verlesen. Jetzt hat sie eine ganz andere Beziehung zu den Menschen. Man hat sich kennen gelernt, wird auf der Straße gegrüßt, freut sie sich über den Dank ihrer Arbeit. Das Engagement der Gemeinde würdigte auch der Bischof: "Sie beginnen nicht bei null", so von Maltzahn. Die Sternberger Tafel und ein Besuchsdienst zeugen von aktiver Gemeindearbeit. Grußworte überbrachte von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Pastor Andreas Flade. "In dieser Kirche wird einem das Herz weit", lobte er die Schönheit des Bauwerkes. "Vielleicht hat sie niemals in ihrem Leben so gut ausgesehen", mutmaßte er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen