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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

21. November 2017 | 03:53 Uhr

Tempzin : Kirche bekommt doch Regenrinne

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Umdenken bei der Unteren Denkmalbehörde: Dachentwässerung steht Denkmalschutz nicht mehr im Wege.

von
erstellt am 07.Jan.2015 | 16:53 Uhr

Ein Teil des Daches der Klosterkirche Tempzin hat Dachrinnen und Fallrohre bekommen, einige Mauerabschrägungen wurden abgedeckt. „Wir erleben es immer wieder, dass sich dort Vegetation breit macht, sogar kleine Bäume wachsen. Es ist sehr aufwändig, die dann herauszubekommen“, sagt Hans-Heinrich Erke, Vorsitzender des Kirchengemeinderates Brüel.

„Dachentwässerung wurde aber nur dort angebracht, wo das Mauerwerk am stärksten geschädigt ist“, sagt er und benennt die Problematik: Das Regenwasser fällt aus großer Höhe auf das Traufpflaster und spritzt dann gegen das Mauerwerk. Die starken Auswaschungen an den Backsteinen und insbesondere im Fugenbereich sind nicht mehr zu übersehen.

„Aus Gründen des Denkmalschutzes war es bislang nicht möglich, bei der Dachsanierung gleich die entsprechende Entwässerung mit einzubauen“, sagt Erke. „Jetzt hat bei der Unteren Denkmalbehörde ein Umdenken eingesetzt.“

Schon bei der Brüeler Stadtkirche habe er sich dafür stark gemacht, dass mit den Arbeiten am Dach an die Entwässerung gedacht werde und „wir haben sie auch bekommen. Nur im Turmbereich fehle sie noch, „weil wir da erst noch an das Dach ran müssen“, begründet er.

In Tempzin wird es mit der jetzigen Maßnahme aber auch nur gelingen, dass weitere Schäden nicht mehr in dem bisherigen Tempo entstehen können. Und wo keine Dachrinne angebracht werden konnte, spritzt Regenwasser nach wie vor gegen das Mauerwerk, sagt Hans-Heinrich Erke.

Auf diese Gefahr und die Folgeschäden hatte bereits vor Jahren Karl-Heinz Jolitz während seines Engagements im Förderverein „Antoniter-Hospital Tempzin“ aufmerksam gemacht. Der Verein hatte sich im Mai 1997 gegründet, Jolitz ein Jahr später den Vorsitz übernommen und bis zu seinem Wegzug 2005 unermüdlich gewirkt.

 
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