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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

16. Dezember 2017 | 04:40 Uhr

Brüel : Kinder töpfern Engel und Kelche

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Brüeler Hortprogramm gefällt: Einmal im Monat findet sogar eine Kinderversammlung statt.

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Tjark hat zu Hause schon drei selbst getöpferte Kelche und eine Schüssel. An diesem Vormittag formt der Zehnjährige einen Engel und einen Kelch aus Ton. Auch Paul töpfert nicht zum ersten Mal, wie der Achtjährige erzählt. Auf die Schüssel will er gleich noch Herze setzen. „Den großen Kelch verschenke ich, das andere kommt zu Hause in meinen Schrank“, verrät er. „Ich habe in der Schule in einer AG getöpfert. Weil das Spaß macht, mache ich hier auch mit“, meint Paul.

„Töpfern mit Katrin Spalkhaver“ ist ein Angebot des Brüeler Hortes des Volkssolidarität innerhalb des Ferienprogramms. „Die Kinder können sich individuelle Stücke fertigen, das kommt gut an“, weiß Erzieherin Wenke Suhr. Töpfern sei ein schönes Hobby, sagt Katrin Spalkhaver. Sie leitet in der Regionalschule die AG Töpfern – ein Angebot für Fünft- bis Zehntklässler und hat auch schon mit dem Hort zusammengearbeitet. Die an diesem Vormittag entstehenden Türschilder, Kelche, Schüsseln, Engel ... müssen jetzt eine Woche trocknen, dann werden sie von Katrin Spalkhaver gebrannt, glasiert und noch einmal gebrannt, bevor sie den Kindern und Erwachsenen zurück gegeben werden. Denn auch Wenke Suhr, Erzieherin Kathrin Michaelis und Schulsozialarbeiterin Martina Herrmann töpfern mit. „In den Ferien arbeiten wir gern mit Frau Herrmann zusammen“, sagt Wenke Suhr.

Mit einer kleinen Modenschau am gestrigen Freitag ging die erste Ferienwoche für die 18 Hortkinder zu Ende. Den Brüeler Hort besuchen ansonsten 82 Mädchen und Jungen. „Wir waren schon am Roten See, zu dem wir natürlich gewandert sind, und haben auch eine Zumba-Stunde in der Sporthalle erlebt. Es ist wichtig, dass sich die Kinder bewegen“, erklärt Suhr.

In der nächsten Woche wird es erneut in die Sporthalle gehen, zudem soll gekocht, gebacken und gebastelt werden.

Vier Erzieher – Wenke Suhr, Kathrin Michaelis, Conny Möller und seit dem vergangenen April Matthias Kasten - gehören zum Team des Brüeler Hortes. Einmal im Monat können die Kinder aus „offenen Angeboten“ gruppenübergreifend wählen. Wenke Suhr lädt zur „Traumzeit“ ein, zu Entspannungsübungen, Qi-Gong, Tanzspielen, Malen, Gestalten und Basteln. „Das nehmen die Kinder sehr gut an“, freut sie sich. Bei Kathrin Michaelis dreht sich alles um Gesellschaftsspiele. „Wir probieren neue aus, aber auch alte wie ,Mensch-ärgere-dich nicht‘ oder ,Schlafmütze‘. Letzteres hatten wir zu Hause und ich habe es zu DDR-Zeit als Kind gespielt. Jetzt habe ich es als Neuauflage gefunden“, erzählt sie. Laut wird es im Trommelclub bei Matthias Kasten. Zu ihm kommen vor allem Dritt- und Viertklässler und bleiben meist auch. „Da wird übers ganze Jahr geübt und auf dem Abschlussfest dann gezeigt, was alle gelernt haben. Das ist im vergangenen Jahr gut angekommen und wir wollen es zum Schuljahresende wieder machen“, so Wenke Suhr. Viel nach draußen, aber auch mal in die Sporthalle geht Conny Möller mit den Kindern. Unter dem Motto: „Fit for Fan“ werden alte Wett- und Mannschaftsspiele durchgeführt. Und wenn Hendrikje Suhr Semesterferien hat, unterstützt die Brüeler Sportstudentin Conny Möller wieder bei den Aktionen.

In den vier Hortgruppen findet übrigens einmal im Monat eine Kinderversammlung statt, sagt Wenke Suhr. Dort sagen die Mädchen und Jungen, was gefällt oder nicht und was sie sich wünschen. Die Erzieher versuchen, umsetzbare Ideen aufzugreifen. In den Gruppen der Dritt- und Viertklässler wird die Versammlung sogar von einem Kind moderiert, mit Unterstützung der Erzieher.

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