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Anzeiger für Sternberg, Brüel, Warin

11. Dezember 2017 | 12:13 Uhr

Keez : Kind spuckt giftiges Pilzstück aus

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Mutter sucht umgehend Pilzberaterin auf: 14 Monate altes Mädchen war zu jeder Zeit munter.

von
erstellt am 22.Jul.2015 | 07:30 Uhr

Der Schreck war groß, doch Pilzberaterin Irena Dombrowa aus Keez kann Entwarnung geben. „Die Mutter  hat  richtig gehandelt“, sagt sie im SVZ-Gespräch.

Was war passiert? Ein Vater hat auf dem   häuslichen Grundstück in der Brüeler Region  am späten Montagnachmittag   den Rasen gemäht, als seine Frau plötzlich beobachtete, wie die   14 Monate alte Tochter  etwas ausspuckt. Beim genauen Hinsehen wurde den besorgten Eltern schnell klar, dass es sich um ein Pilzstückchen handeln musste. Die Mutter kontaktierte umgehend  Pilzberaterin Irena Dombrowa in Keez.

„Und die Mutter hat auch einen Pilz mitgebracht, der   an dieser Stelle wächst“, so Dombrowa, die offizielle Pilzberaterin des Gesundheitsamtes im Kreis Ludwigslust-Parchim ist. So konnte sie  bestimmen, dass es sich um einen Heu-Düngerling handelt.  „Düngerlinge sind  giftig und wachsen jetzt gut. Sie schmecken nicht bitter“, weiß die Pilzberaterin. Das bloße in den Mund nehmen eines solchen Pilzstückes dürfte eigentlich noch keine Gefahr für die Gesundheit heraufbeschwören.

Dem Mädchen sei es zu keiner Zeit schlecht gegangen, sie sei immer munter gewesen, freut sich denn auch Irena Dombrowa, dass in diesem Fall alles glimpflich verlaufen ist.

„Wir haben gemeinsam eine gute dreiviertel Stunde  gewartet und das Kind beobachtet“, sagt sie. Bis zu zwei Stunden, so ihre Empfehlung, sollte man auf mögliche Veränderungen genau achten. Treten erste Symptome schon nach 15 Minuten bis zwei Stunden auf, kann es sich um eine leichtere Vergiftung handeln.

Zudem habe sie den Eltern empfohlen, den Rasen auf weitere Pilzarten abzusuchen und wenn es die gebe,  davon Proben in ein Glas zu geben und im Kühlschrank aufzubewahren.  Sollte es dem Kind  später wider Erwarten doch schlechter gehen und ein Arzt müsse aufgesucht werden, wären die Pilzproben  ein Anhaltspunkt, sagt Irena Dombowa.

Wichtig sei bei der Aufnahme von möglicherweise giftigen Pilzen viel Wasser zu trinken. Milch darf auf keinen Fall gegeben werden, gibt sie weitere Tipps.

 
Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Tageszeitung und auf Epaper.

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