Internationaler Museumstag : Kaarzer Schlosspark inspiriert Künstler

Eine Installation in der aktuellen Ausstellung im Kaarzer Schlosspark: „Löcher gibt es überall“ von Broder Burow.  Fotos: Roswitha Spöhr
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Eine Installation in der aktuellen Ausstellung im Kaarzer Schlosspark: „Löcher gibt es überall“ von Broder Burow.

Installationen zum Thema „In Farbe“ als vierte Auflage des Kunstprojektes „Das Grüne Zitat“ in Kaarz

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13. Mai 2018, 21:00 Uhr

4000 Meter Kunststoffseil hat Karin Schroeder mit einer selbstgebauten Strickliesel verarbeitet und zwischen fünf Bäume in der Allee des Kaarzer Schlossparks gespannt. „Raumgestrick 5“ nennt die Berliner Künstlerin ihre Installation, mit der sie sich an der aktuellen Ausstellung „Das Grüne Zitat“ in Kaarz beteiligt.

Das Kunstprojekt findet auf Initiative der Kaarzer Künstler Ruzica Zajec und Broder Burow zum vierten Mal statt. „Wir sind mit unserer Idee im Schloss auf offene Ohren gestoßen. Wir sind froh, in jedem Jahr andere Künstler dafür zu gewinnen, es kann aber auch sein, dass einer einmal wieder dabei ist“, sagt Ruzica Zajec. Sie und ihr Mann geben das Thema der Ausstellung vor, in diesem Jahr „In Farbe“. „Der Park inspiriert, er soll auf die Künstler wirken, wobei man auch schauen muss, welche Materialien für den Außenraum passen“, erklärt sie und setzt nach, dass es nicht schlimm sei, wenn sich „etwas in der Natur verändert“.

„Ruzica Zajec und Broder Burow wohnen hier, beide sind bekannte Künstler. Wir freuen uns über das Projekt im Schlosspark. Es ist jedes Jahr überraschend, welche Kunstwerke entstehen“, sagt Katharina Dummann, Hoteldirektorin Schloss Kaarz.

Zur Eröffnung am Sonnabendabend war auch Andrea Sielaff, Bürgermeisterin der Gemeinde Weitendorf, gekommen. „Ich schaue mir die Ausstellung in jedem Jahr an. Für das Projekt gibt die Gemeinde auch einen kleinen Obolus.“

Angela Ludwig hatte davon in der Zeitung gelesen. „Mich interessiert die Ausstellung, es geht um Kunst und ist vor der Haustür“, so die Weitendorferin. Für Anke Zelas aus Brüel ist das Projekt „ein Stück Kultur, das über eine Buchlesung hinaus geht.“

Zur Eröffnung erinnerte Susanne Burmeister, Kuratorin und künstlerische Leiterin der Galerie Circus eins in Putbus, dass das Projekt 2015 mit relativ wenigen Mitteln in hoher Qualität seinen Anfang genommen habe. Seit 2016 werde ein Thema vorgegeben, in diesem Jahr mit „In Farbe“ ein abstraktes. Themen und Park selbst seien gute Anknüpfungspunkte.

Und beiden haben sich die Künstler auf sehr unterschiedliche Art genähert: Tino Bittner mit seiner Installation aus Holz und Metall, in dem auch ein schon vorgefundener Nistkasten seinen Platz bekommt, Veronike Hinsberg mit einer begehbaren Holzkonstruktion, Susken Rosenthal mit ihrem Wirbel aus Schläuchen und Draht, der sich scheinbar aus dem Wasser erhebt, Karin Schroeder mit dem zugleich flexiblen und stabilen Gebilde aus Kunststoffseilen. Rolf Wicker hat mit Unterstützung des Arbeitskreises Schloss Küsserow ein Denkmal für Georg Friedrich Wilhelm von Trillitz gesetzt.

Die Initiatoren zeigen Einzelarbeiten, Broder Burow in Holz, Ruzica Zajec bringt Faden, Holz und Metall zusammen. Mit ihrem „Ritual für das Wunschwetter“ haben sie sich zudem mit der Kapelle einen besonderen Ort gewählt. Broder Burow ermutigt, das goldene Rohr ruhig einmal mit dem Schlägel anzuschlagen und dem Ton bis zur Stille zu lauschen.

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