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Kaarz : Kaarzer Holz wird Teil des Nationalen Kulturerbes

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

Fläche soll dauerhaft für den Naturschutz gesichert werden / Für Bevölkerung keine Veränderungen.

Das Kaarzer Holz hat einen neuen Eigentümer. Die Gesellschaft der „Deutschen Bundesstiftung Umwelt zur Sicherung des Nationalen Kulturerbes mbH“ (DBU Naturerbe) hat das 2805 Hektar große Gebiet zum Ende des vergangenen Jahres von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übernommen. In dem wenig zerschnittenen Waldgebiet dominiert die Waldkiefer, zudem gibt es über die gesamte Fläche verteilt gut entwickelte wertvolle Eichen- und Buchenwälder, erklärt Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, auf SVZ-Anfrage. „Das Kaarzer Holz gehört zu den von der Bundesregierung definierten Flächen, die zukünftig Teil des Nationalen Naturerbes sind“, nennt Elpers das langfristige Ziel.

Zeitgleich mit dem Kaarzer Holz war auch der Gelbensander Forst bei Rostock übernommen worden – beide Flächen wurden zu DDR-Zeiten durch die Nationale Volksarmee genutzt und waren damit Sperrgebiet. Mit der Übernahme könne man diese Areale nun dauerhaft für den Naturschutz sichern und in der Gesellschaft für die Idee des Nationalen Naturerbes werden, hatte Dr. Heinrich Bottermann, DBU-Generalsekretär und Geschäftsführer der DBU Naturerbe GmbH, eine gemeinnützige Tochter der DBU, in einer Pressemitteilung erklärt.

Ziel sei, die unzerschnittenen Waldgebiete dauerhaft als Lebensraum für typische Pflanzen- und Tierarten zu sichern.

Befürchtungen von Bürgern, jetzt wieder mit Einschnitten rechnen zu müssen und möglicherweise wie zu DDR-Zeiten den Wald nicht betreten zu dürfen, will Pressesprecher Elpers nicht gelten lassen. Der Eigentumswechsel ziehe nach jetzigem Stand keine wechsentlichen Veränderungen nach sich, weil „ die vorgesehenen Maßnahmen wie z. B. die Umwandlung der naturferneren Nadelbaumbestände in naturnahe, standortheimische Mischwälder, schrittweise umgesetzt werden und Zeit benötigen“. Zudem würden die Akteure vor Ort eingebunden werden „in ein offenes und transparentes Verfahren“, versichert er.

Ansprechpartner vor Ort bleiben die Revierförster der Bundesforst, im Kaarzer Holz also Ulrich Dohle sowie Verena und Kurt Bastian, die sich gemeinsam mit den Flächenbetreuern der DBU, Dr. Uwe Fuellhaas und Dr. K. Otto Denstorf, den neuen Aufgaben widmen.

In Mecklenburg-Vorpommern ist das DBU-Naturerbe Eigentümer folgender Flächen: Kaarzer Holz, Ueckermünder Heide, Göldenitzer Moor, Peenemünde, Prora, Marienfließ, Gelbensander Forst und Woldeforst.


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erstellt am 10.Apr.2014 | 07:20 Uhr

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