„Kerniges Dorf“ : Jury besucht den 60-Einwohner-Ort

Das Rothener Zentrum mit dem Gasthof „Zur Rothen Kelle“ sowie Werkstätten und dem Scheunenboden.
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Das Rothener Zentrum mit dem Gasthof „Zur Rothen Kelle“ sowie Werkstätten und dem Scheunenboden.

Rothen vertritt MV in der Finalrunde der besten 20 bei der bundesweiten Aktion „Kerniges Dorf“.

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28. September 2015, 06:59 Uhr

Heute kommt Besuch nach Rothen, einem Ortsteil der Gemeinde Borkow. Jury-Besuch genauer gesagt. Denn Rothen hat es gleich im ersten Anlauf in die Endrunde geschafft bei der bundesweiten Aktion „Kerniges Dorf! – Umbau gestalten“. Dieser nach 2013 zum zweiten Mal durchgeführte Wettbewerb wird organisiert durch die Agrarsoziale Gesellschaft (ASG) in Verbindung mit dem Wirtschaftsministerium des Bundes sowie der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Beteiligen konnten sich Dörfer unter 5000 Einwohnern.

„Beim kernigen Dorf“ werden Orte ausgezeichnet, die sich mit ihrer baulichen Gestaltung an Veränderungen in der Bevölkerung anpassen und dabei nachhaltig mit ihren Flächen und Gebäuden umgehen. Das kann ebenso die Stärkung von Innenentwicklung sein wie auch ein mutiger Rückbau und die Gestaltung neuer Freiflächen.

Insgesamt machten diesmal 253 Dörfer zwischen dänischer Grenze und Bodensee bei der Aktion mit. Und der kleine Ort Rothen im Sternberger Seenland schaffte es als einziger aus MV in die 20er-Finalrunde. Daneben hatten sich aus Meckpomm beworben: Witzin, Alt Sammit, Banzkow, Demen, Dechow, Dobbertin, Ferdinandshof, Görmin, Groß Schwiesow, Loitz, Techentin bei Goldberg und Ziegendorf.

Bis Ende Oktober nimmt die Jury die 20 Kandidaten vor Ort unter die Lupe; am 30. Oktober erfolgt dann die entscheidende Sitzung zur Festlegung der fünf Gewinner – unterteilt in verschiedene „Gewichtsklassen“. „Einen 60-Einwohner-Ort wie Rothen kann man nicht mit einem 2000er-Dorf vergleichen“, so Claudia Busch von der Agrarsozialen Gesellschaft gegenüber SVZ. Rothen misst sich in Kategorie 5 mit drei weiteren Mitstreitern. Das sind Klietznick in Sachsen-Anhalt, Neckeroda aus Türingen sowie das bayerische Fatschenbrunn (siehe Grafik).

Ausführlich in der Printausgabe und per ePaper.

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